Corona-Krise

Kontaktloses Training ja, Spielbetrieb nein

"Von der Durchführung eines normalen Spielbetriebs sind wir im Amateurfußball noch weit weg", sagt FVN-Präsident Peter Frymuth. Mit geregeltem Spielbetrieb bis zum Beginn der Sommerferien kann nicht gerechnet werden.
10. Mai 2020 Verbandsmeldungen | Wichtige MitteilungText: Thomas Palapies-Ziehn, Henrik Lerch
Kontaktloses Training ja, Spielbetrieb nein
Bildquelle: FVN
Unter Berücksichtigung der Situation in den Kommunen können Trainingseinheiten kontaktlos durchgeführt werden, sofern die Abstandsregeln eingehalten werden und die Einhaltung strikter Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen laut Coronaschutzverordnung gewährleistet sind.

In den vergangenen Tagen hat die NRW-Landesregierung Sport- und Trainingsbetrieb im kontaktlosen Breiten- und Freizeitsport im Bereich des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) wieder möglich gemacht. Unter Berücksichtigung der Situation in den Kommunen können Trainingseinheiten kontaktlos durchgeführt werden, sofern die Abstandsregeln eingehalten werden und die Einhaltung strikter Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen laut Coronaschutzverordnung gewährleistet sind.

„Es ist positiv, dass durch kontaktloses Training Bewegung auf dem Platz - auch wenn wir noch einen großen Schritt von der Normalität entfernt sind - zumindest wieder möglich ist“, sagt Peter Frymuth, Präsident des Fußballverbandes Niederrhein. „Von der Durchführung eines normalen Spielbetriebs sind wir aber im Amateurfußball noch weit weg, zumal Ende Juni die Sommerferien anfangen. Im Übrigen hat die Gesundheit oberste Priorität.“

Aus Sicht des FVN kann klargestellt werden, dass mit einem geregelten Spielbetrieb bis zum Beginn der Sommerferien (29. Juni) nicht gerechnet werden kann. Die vom 11. Mai an und bis zum 25. Mai gültige geltende Coronaschutzverordnung untersagt nicht-kontaktfreien Sport in Training und Wettkampf.

Ein weiterer Schritt in Richtung Normalität auf den Fußballplätzen im FVN-Verbandsgebiet wurde von der NRW-Landesregierung für den 30. Mai angekündigt. Allerdings wurde die aktuell geltende Regelung der Kontaktbeschränkung bundesweit bis zum 5. Juni verlängert. „Der 30. Mai ist lediglich eine Richtgröße“, erklärte Andrea Milz, NRW-Staatsekretärin Sport und Ehrenamt. „Klammern Sie sich nicht an den 30. Mai. Wir werden das Infektionsgeschehen weiter beobachten und wenn Kontaktbeschränkungen gelöst werden können, dann werden wir das gerne tun."


Ein Leitfaden des DFB und seiner Mitgliedsverbände, also auch des Fußballverbandes Niederrhein (FVN), soll allen Vereinen mit Fußballangebot einen Rahmen für die mögliche Wiederaufnahme des kontaktlosen Trainingsbetriebs geben. Enthalten sind neben verbindlichen Vorgaben auch Tipps und Empfehlungen für die Organisation und Durchführung des Trainings. Ziel ist es, allen Vereinen bestmöglich Hilfestellungen zu geben.

Dem Konzept liegen zehn Leitplanken der Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sporttreibens des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zugrunde. Wichtig: Der Schutz der Gesundheit steht über allem und die behördlichen Verfügungen vor Ort sind zu beachten. An ihnen muss sich der Sport, muss sich jeder Verein streng orientieren. Daher ist jedem Verein dringend zu empfehlen, vor der Wiederaufnahme die örtliche Situation mit seiner Kommune zu klären. Unter Beachtung der lokalen Gegebenheiten und Strukturen gilt es für Vereine, zum Teil auch individuelle Lösungen zu finden und umzusetzen. Der Leitfaden bietet hierfür das Gerüst und wichtige Orientierungsgrundlagen.

Neben dem DFB-Leitfaden gibt es auch vom Landessportbund NRW auch einen Wegweiser für Vereine. Er beinhaltet ebenfalls Empfehlungen bei der Wiedereröffnung des Sportbetriebs im Rahmen der Corona-Krise in Form einer Checkliste. Einige Übungen, um in Corona-Zeiten eine kurzweilige Trainingseinheit zu gestalten, hat der DFB hier veröffentlicht.


 

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