Mädchenfußball

Tore, Talk und Trainer-Tipps beim ersten Virtuellen Tag des Mädchenfußballs

Die abwechslungsreiche Veranstaltung in der Sportschule Wedau anlässlich des Weltmädchentages war LIVE auf dem Instagram-Kanal des FVN zu sehen.
11. Oktober 2020 Jugendfußball | Wichtige MitteilungText: Thomas Palapies-Ziehn/Henrik Lerch - Fotos: Nico Herbertz
Tore, Talk und Trainer-Tipps beim ersten Virtuellen Tag des Mädchenfußballs
Bildquelle: Nico Herbertz
Der erste Virtuelle Tag des Mädchenfußballs im FVN konnte live auf Instagram - beispielsweise auf dem Handy einer beteiligten Ersatzspielerin - verfolgt werden.

Einige hundert Zuschauer verfolgten den „Virtuellen Tag des Mädchenfußballs“ des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) am Sonntag, 11. Oktober, auf dem FVN-Instagram-Kanal. Anlass war der internationale Mädchentag der Vereinten Nationen.

Die neuen Spielformen im Kinderfußball machten den Kickern von Union Mülheim und TS Rahm großen Spaß.

Für die Zeit von ca. 11 Uhr bis 15 Uhr hatte der FVN ein buntes Instagram-Programm mit Spielszenen und Interviews zusammengestellt. Außerdem wurden die Gewinnerinnen der #FVNChallenge bekanntgegeben. Die Idee zum Virtuellen Tag des Mädchenfußballs hatte die FVN-Kommission Mädchenfußball unter dem Vorsitz von Laura Hayen.

Bei strahlendem Sonnenschein waren auf Platz 3 der Sportschule Wedau zunächst die neuen Spielformen im Kinderfußball vorgestellt worden. Zu Gast waren E-Juniorinnen-Spielerinnen der TS Duisburg-Rahm unter der Regie von Trainer Stefan Klinker sowie F-Junioren-Spieler von Union Mülheim mit Trainer Nico Worring an der Seitenlinie.

Beim Spiel auf vier Tore in kleinen Teams (Zwei gegen Zwei oder Drei gegen Drei) gab es Ballkontakte und Erfolgserlebnisse zuhauf. Beide Trainer hatten bislang noch nicht so häufig Kontakt zu den neuen Spielformen. Sie überlegen aber nun, diese in ihren Vereinen regelmäßig einzusetzen - oder an Spieletreffs mit drei bis vier Mannschaften teilzunehmen. „Das wäre wünschenswert. Denn die Kinder hatten großen Spaß“, sagt Stefan Klinker, der sich beim FVN demnächst auch noch mehr Informationen zu den neuen Spielformen holen möchte.

Die FVN-Trainer Johanna Nordling und Benjamin Sahel im Fokus.

Ganz klassisch auf zwei Tore ging im Anschluss das Duell zwischen einer FVN-Juniorinnen-Auswahl (U 13 und U 14) und der FVN-Kreisauswahl aus Moers (U 13) über die Bühne. Nach einer torlosen ersten Halbzeit endete die Partie 2:2. Benjamin Sahel und Johanna Nordling, die FVN-Trainer der Juniorinnen-Auswahl, waren mit der Leistung ihres Teams durchaus zufrieden. „Es war ärgerlich, dass wir, nachdem wir das Spiel drehen konnten, noch das 2:2 hinnehmen mussten“, so Nordling. „Wir waren die bessere Mannschaft, hätten den Sieg verdient gehabt.“

Die FVN-Juniorinnen-Auswahl von Benjamin Sahel und Johanna Nordling war das gesamte Wochenende in der Sportschule Wedau und nahm als 14. Team an den Sichtungsspielen für U 13-Junioren teil. „Das war eine gute Gelegenheit für die Mädels, sich mit den besten Jungs aus dem Verbandsgebiet zu messen“, meint Sahel. „Die Ergebnisse waren zwar insgesamt durchwachsen. Wir haben uns aber von Spiel zu Spiel gesteigert, die Mädels haben jede Menge gelernt.“

An der #FVNChallenge, bei dem Frauen- und Mädchenmannschaften dazu aufgerufen waren, den Ball innerhalb von 15 Sekunden so häufig und auch so kreativ wie möglich hochzuhalten und ihre Aktion zu filmen, nahmen insgesamt acht Mannschaften aus sieben Vereinen teil. Gewonnen haben alle. Der FVN-Verbandsjugendausschuss (VJA) stellt für alle Teilnehmerinnen ein Preispaket zusammen und wird dieses - nach Möglichkeit - persönlich vorbeibringen.

Die Gewinnerinnen der #FVNChallenge in der Übersicht:

JSG Olympia/Borussia Bocholt (U 11)
DSC 99 (U 17)
SC Bayer 05 Uerdingen (erste Damenmannschaft)
SV Heißen (zweite Damenmannschaft)
Eintracht Solingen
DJK TuSA Düsseldorf (U 17 und U 15)
VfR Warbeyen

Isabel Schenk (Mitte), Alina Busshuven (rechts) und FVN-Pressesprecher Henrik Lerch (links) beim Doppe-Interview.

Abgerundet wurde der erste Virtuelle Tag des Mädchenfußballs im Jubiläumsjahr des Frauenfußballs (50 Jahre) mit einem interaktiven Doppel-Interview. Alina Busshuven (19) und Isabel Schenk (25), Spielerinnen vom Zweitligisten Borussia Mönchengladbach, waren der Einladung des FVN in die Sportschule Wedau gefolgt. Das Duo stellte sich den Fragen von FVN-Pressesprecher Henrik Lerch als auch den Fragen von Instagram-Usern.

Die Laune von Alina Busshuven aus Moers und Isabel Schenk aus Duisburg war nach dem 2:0-Erfolg über die zweite Mannschaft des 1. FFC Turbine Potsdam am Sonntagvormittag blendend. Sie redeten über ihre fußballerischen Anfänge im Kindesalter, ihren Werdegang und über ihre Ziele mit Borussia Mönchengladbach. Isabel Schenk hatte dann noch einen Tipp an alle Mädchen, die mit dem Gedanken spielen, mit dem Fußball zu starten. „Einfach anfangen, wenn ihr Bock darauf habt“, so die Mittelfeldspielerin. „Das muss ja nicht gleich im Verein sein. Vielleicht gibt es auch eine Schulmannschaft.“


Alle Inhalte vom Virtuellen Tag des Mädchenfußballs gibt es auf dem FVN-Instagram-Kanal


 

Mehr Eindrücke vom Virtuellen Tag des Mädchenfußballs:

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