Fair Play

Fair Play-Medaille für Fortuna Düsseldorfs Schlussmann Florian Kastenmeier

Die DFB-Jury honorierte das vorblidliche Verhalten des Torhüters nach der DFB-Pokal-Niederlage beim 1. FC Saarbrücken im vergangenen März.
4. November 2020 Herrenfußball | Wichtige MitteilungText: DFB/FVN
Fair Play-Medaille für Fortuna Düsseldorfs Schlussmann Florian Kastenmeier
Bildquelle: Getty Images
Florian Kastenmeier von Fortuna Düsseldorf wurde jetzt mit der Fair Play-Medaille des DFB ausgezeichnet.

Ein Spieler aus dem Verbandsgebiet des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) wurde jetzt für vorbildliches Fair Play ausgezeichnet: „Florian Kastenmeier hat praktiziert, wofür der Fußball stehen sollte, nämlich dass bei allem Streben nach Erfolg Sportsgeist und Fair Play nicht vergessen werden“, sagt DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann.

Die DFB-Jury unter dem Vorsitz Zimmermanns verleiht die Fair-Play-Medaille in der Kategorie Profi an Fortuna Düsseldorfs 23-jährigen Stammtorwart Florian Kastenmeier für sein vorbildliches Verhalten nach Abpfiff des Pokalviertelfinals beim 1. FC Saarbrücken im vergangenen März. Bereits seit 1997 zeichnen der DFB und seine Landesverbände faires Spiel aus. 

Üblicherweise flüchten Profimannschaften nach einer Pokalniederlage gegen einen unterklassigen Gegner binnen Minuten in den Teambus. Kastenmeier hingegen hatte nach der 7:8-Niederlage gegen den damaligen Regionalligaklub geduldig abgewartet, bis er seinem Gegenüber Daniel Batz zur starken Leistung mit fünf parierten Strafstößen, vier davon im Elfmeterschießen, gratulieren konnte. Mit dem Sieg über die Fortuna hatte Saarbrücken als erster Viertligist in der Geschichte des Wettbewerbs das DFB-Pokalhalbfinale erreicht.

Deutschlands fairster Amateurfußballer kommt aus Berlin: Als der gegnerische Torwart verletzt zu Boden ging, ließ Danny Teichfischer, ein Stürmer des Landesligisten Nordberliner SC, die „100 Prozentige“ ungenutzt und schoss den Ball stattdessen ins Seitenaus. Der DFB zeichnet Teichfischer dafür mit der Fair-Play-Medaille als fairsten Amateur des Jahres 2020 aus.

Nach Saisonende küren die 21 Landesverbände unter den zuvor ausgesuchten zwölf Monatssiegern jeweils ihren Jahressieger, die dann die Nominierten für den Wettbewerb auf Bundesebene ergeben. 

Einen Sonderpreis verleiht die Jury an die 13-jährige Lara Schmidt vom FC Energie Cottbus, die ihren Pokal als beste Torschützin weitergab, nachdem sie bei der Siegerehrung erfahren hatte, dass eine Gegenspielerin aufgrund einer gerade diagnostizierten schweren Erkrankung vorerst nicht mehr Fußball spielen wird. „Laras Verzicht auf Anerkennung im Bewusstsein, dass hier ein Lebensthema berührt wird, dem viel größere Bedeutung als dem Fußball beizumessen ist, das hat uns in der Jury beindruckt“, sagt DFB-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus. „Für ein so junges Mädchen war die Entscheidung schon sehr stark“, sagt Theresa Altendeitering, die von den Usern von FUSSBALL.DE zur “Amateurspielerin des Jahres” gewählt worden war. Die Jury entschied sich dafür, einen Sonderpreis zu verleihen, da Laras vorbildliches Verhalten nicht unmittelbar mit Fußball in Verbindung stand. 

Zusätzlich werden in diesem Jahr zwei Corona-Hilfsaktionen ausgezeichnet: „We kick Corona“ der Nationalspieler Joshua Kimmich und Leon Goretzka sowie die Corona-Hilfe des SV Eitorf 09 aus dem Fußballverband Mittelrhein.
 


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