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Der ehemalige Staffelleiter und Tausendsassa verstarb im Alter von 83 Jahren

Der Fußball trauert um Karl-Heinz van de Locht

„Man lebt zweimal: das erste Mal in der Wirklichkeit, das zweite Mal in der Erinnerung.” (Honoré de Balzac)
11. April 2021 Herrenfußball | Kleve / GeldernText: Holger Tripp
Der Fußball trauert um Karl-Heinz van de Locht
Bildquelle: Holger Tripp

Karl-Heinz van de Locht ist tot. Der Kerkener verstarb am Donnerstag nach kurzer Krankheit im Alter von 83 Jahren – nur gut zwei Wochen nach dem Tod seines Zwillingsbruders Günter.  

Der frühere Werkstoffprüfer begann seine Karriere bei der damaligen Spielvereinigung Nieukerk als Rechtsaußen, ehe er die Schiedsrichter-Laufbahn einschlug und dort Spiele bis zur Landesliga leitete. Weitere Ehrenämter als Jugendtrainer, Fußballobmann und Geschäftsführer folgten. Als späterer Platz- und Hallenwart verfolgte er nicht nur unzählige Spiele des TSV Nieukerk, sondern konnte sich auch seiner anderen großen Liebe – dem Handball rund im den TV Aldekerk - widmen.  

1974 wurde van de Locht in den heutigen Kreisfußballausschuss gewählt. Die Kreisliga B, Gruppe 3, und die C-Ligen im Südkreis standen über vier Jahrzehnte unter seiner Verantwortung. Dabei hat Karl-Heinz jede technische und mediale Entwicklung unabhängig von seinem  Alter mitgemacht und hatte keine Probleme damit, sich mit allen Neuerungen vertraut zu machen und sich intensiv in die Materie einzuarbeiten. Die Leistung, den Umfang und das Engagement, das er in seinem Leben ehrenamtlich dem Fußball gewidmet hat, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. In der schnelllebigen Zeit war Karl-Heinz ein verlässlicher Mitarbeiter, der nie im Vordergrund stehen wollte, aber immer konstant seine Arbeit gemacht hat. Beim traditionsreichen Diebels-Offensiv-Pokal war er ein Mann der ersten Stunde und hat nicht nur diesen Wettbewerb entscheidend mitgeprägt. Viele werden ihn und Günter als Stimmungskanonen aus dem Bierstand in guter Erinnerung behalten.

2016 schied Karl-Heinz nach über 40 Jahren aus dem KFA aus. Er wurde während dieser Zeit zu Recht mit zahlreichen Ehrungen - u.a. mit der DFB-Vereinsnadel – versehen. Der Fußball trauert um einen ganz Großen.

Karl-Heinz und Günter gab es zumeist nur im Doppelpack – jetzt sind sie im Himmel wieder vereint. Wir werden Euch nie vergessen!
 

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