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Niederrheinpokal

RW Essen gewinnt den Niederrheinpokal 2020 am "Finaltag der Amateure"

Regionalligist setzt sich 3:1 gegen den Oberligisten 1. FC Kleve durch. Stürmer Simon Engelmann gelingt Dreierpack. Zehnter Titel für Rekordsieger Essen.
22. August 2020 Herrenfußball | Wichtige MitteilungText: Thomas Palapies-Ziehn, Fotos: Markus Endberg
RW Essen gewinnt den Niederrheinpokal 2020 am
Bildquelle: Markus Endberg
Rot-Weiss Essen hat sich am "Finaltag der Amateure" 2020 zum insgesamt zehnten Mal den Niederrheinpokal gesichert.

Regionalligist Rot-Weiss Essen hat das Endspiel um den Niederrheinpokal 2020 des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) gewonnen. Der ehemalige Bundesligist setzte sich am „Finaltag der Amateure“ 3:1 (1:0) gegen den Oberligisten 1. FC Kleve durch. Für Rekordsieger RWE war es der insgesamt zehnte Triumph im Niederrheinpokal. Kleve verpasste dagegen bei der ersten Final-Teilnahme den großen Coup.

Im Stadion Essen, in dem coronabedingt lediglich 300 Zuschauer Platz nehmen durften, sicherte sich Essen bei der 14. Final-Teilnahme nicht nur den begehrten Titel. Dank des Erfolgs buchte Rot-Weiss auch das Ticket für die erste Hauptrunde um den DFB-Pokal (12./13. September), in der auf den frisch gebackenen Niederrheinpokalsieger der Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld wartet.

Entscheidenden Anteil am Essener Erfolg im Niederrheinpokal-Finale hatte Simon Engelmann (38./53./82., Foulelfmeter) mit einem Dreierpack. Für Kleve verwandelte Nedzad Dragovic (53.) einen Foulelfmeter. RWE folgt auf den KFC Uerdingen, der sich im Niederrheinpokal-Endspiel des vergangenen Jahres gegen den Wuppertaler SV (2:1) durchgesetzt hatte.

Die Zuschauer im Stadion Essen, darunter Trainer-Legende Otto Rehhagel, sahen bei bestem Fußball-Wetter eine Anfangsphase, in der Favorit RWE das Heft von der ersten Sekunde an in die Hand nahm und sich hochkarätige Chancen beinahe im Minutentakt erarbeitete.

Zunächst konnten Kapitän Marco Kehl-Gomez (3.), Simon Engelmann (7.) und Felix Backszat (8.) ihre Möglichkeiten nicht nutzen. Kurz danach vergab Alexander Hahn (10.) nach einem Eckball die Führung. Erneut Backszat (12.) und Engelmann (13./15.) verpassten ebenfalls jeweils knapp das 1:0. Ein Kopfball von Hahn (18.) wurde im letzten Moment auf der Linie geklärt.

Kleve konnte sich in der von Schiedsrichter Florian Heien geleiteten Partie erst Mitte der ersten Halbzeit etwas vom Dauerdruck befreien. Gefährlich vor das Essener Tor kam der 1. FCK zunächst nicht. Die beste Klever Gelegenheit in Durchgang eins hatte Ryo Terada (31.) mit einem Freistoß, den Daniel Davari im Essener Tor jedoch entschärfte.

Auf der anderen Seite wurde es in der 38. Minute wieder gefährlich. Bei einem Schuss von Simon Engelmann aus knapp acht Metern war FCK-Schlussmann Ahmet Taner erstmals machtlos - 1:0 für RWE im ersten Pflichtspiel an der Hafenstraße unter dem neuen Trainer Christian Neidhart! Mit diesem Ergebnis ging es in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit erarbeitete sich Kleve mehr Spielanteile - und wurde belohnt: Nach einem Foulspiel von Kevin Grund am eingewechselten Luca Thuyl im Strafraum zeigte Schiedsrichter Heien auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nedzad Dragovic (53.) zum Ausgleich.

Die Essener Antwort auf das 1:1 kam schnell. Nur drei Minuten später war erneut RWE-Stürmer Simon Engelmann (56.), erst vor wenigen Wochen vom SV Rödinghausen an die Hafenstraße gewechselt, zur Stelle. Der satte Distanzschuss des Stürmers war dabei noch leicht abgefälscht worden.

Das mögliche 3:1 aus Essener Sicht verpasste der eingewechselte Marcel Platzek (77.), der den Ball aus aussichtsreicher Position nicht im Tor unterbringen konnte. Die Entscheidung dann aber in der 82. Minute: Simon Engelmann verwandelte einen Foulelfmeter, nachdem der eingewechselte Joshua Endres zu Fall gebracht worden war. Kleve ging danach noch mehr Risiko. Der Anschlusstreffer gelang dem Team von Trainer Umut Akpinar jedoch nicht mehr.

Die Ehrung für beide Mannschaften sowie das Schiedsrichter-Team nahmen FVN-Präsident Peter Frymuth und Pokalspielleiter Holger Tripp vor. „Wir haben ein Spiel mit vielen Chancen und einem verdienten Sieger Rot-Weiss Essen“, so Holger Tripp. „Der 1. FC Kleve hat sich, nachdem er den anfänglichen Respekt abgelegt hatte, gut verkauft.“

RWE-Trainer Christian Neidhart freute sich knapp vier Wochen nach seinem ersten Training mit RWE gleich über den ersten Titel: „In den ersten 20 Minuten hatten wir ein Dutzend Torchancen“, resümierte Neidhart. „Wir waren hochüberlegen. Nur zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir zu passiv agiert.“

Hier die Tore der Partie im Video auf sportschau.de

Mehr Impressionen vom Endspiel um den Niederrheinpokal 2020

 

 

 

 

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