Niederrheinpokal

Rot-Weiss Essen und der 1. FC Kleve stehen im Endspiel des Niederrheinpokals

Kleve gewinnt Gewitter-Krimi gegen den 1. FC Bocholt 4:3 im Elfmeterschießen. RWE siegt 2:0 bei der TVD Velbert. Finaltag der Amateure am Samstag in Essen.
18. August 2020 Herrenfußball | Wichtige MitteilungText: Thomas Palapies-Ziehn/Henrik Lerch
Rot-Weiss Essen und der 1. FC Kleve stehen im Endspiel des Niederrheinpokals
Bildquelle: FVN
Die Freude über den Final-Einzug war bei Rot-Weiss Essen (links) und beim 1. FC Kleve (rechts) groß.

Rot-Weiss Essen und der 1. FC Kleve stehen im Endspiel des Niederrheinpokals der Männer. Im Halbfinale am Dienstagabend, 18. August, setzte sich Regionalligist RWE 2:0 (0:0) beim Oberligisten TVD Velbert durch. Der 1. FC Kleve behauptete sich im Oberliga-Duell gegen den 1. FC Bocholt 4:3 (0:0) nach Elfmeterschießen. Kurios: Wegen eines Gewitters musste die Partie kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit für 28 Minuten unterbrochen werden.

Vor 300 Zuschauern in Kleve (mehr waren wegen der Corona-Bestimmungen nicht zugelassen) hatte sich zwischen Gastgeber Kleve und dem 1. FC Bocholt vom Anstoß an ein umkämpftes Spiel ohne viele Torchancen entwickelt. Kurz vor Schluss (87.) konnte die Partie wegen eines heftigen Gewitters zunächst nicht fortgesetzt werden. Erst nach 28 Minuten Unterbrechung pfiff Schiedsrichter Tim Pelzer wieder an. Tore gab es aber weder in den verbleibenden Minuten der regulären Spielzeit noch in der anschließenden Verlängerung.

Das Elfmeterschießen musste in Kleve die Entscheidung bringen. FCK-Schlussmann Ahmet Taner parierte dabei gleich zwei Elfmeter und hatte damit entscheidenden Anteil am Erfolg seiner Mannschaft.

“Ich freue mich für den gesamten Verein, dass wir jetzt im Endspiel stehen”, strahlte Kleves Trainer Umut Akpinar. "In der ersten Halbzeit haben wir zu verhalten agiert, ab der zweiten Halbzeit wurde es dann besser. Die Unterbrechung durch das Gewitter hat uns gutgetan. Hätte ich ein Timeout nehmen können, hätte ich das zu dem Zeitpunkt gemacht."

Die Essener Tore in Velbert, wo aus Sicherheitsgründen keine Zuschauer zugelassen waren, fielen nach einer insgesamt ausgeglichenen ersten Halbzeit erst im zweiten Durchgang. Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff hatte Joshua Endres (46.) im ersten RWE-Pflichtspiel unter der Regie des neuen Trainers Christian Neidhart zum 1:0 getroffen. In der Schlussphase markierte Simon Engelmann (83.) den Endstand.

„Velbert hat es uns alles andere als einfach gemacht“, resümierte Christian Neidhart. „Das 1:0 nach der Pause war der Dosenöffner. Am Ende waren auch mehr als die beiden Treffer drin. Jetzt freuen wir uns auf das Finale.“

Das Endspiel im Niederrheinpokal zwischen Rekordsieger Rot-Weiss Essen (neun Titel) und dem 1. FC Kleve steht am Samstag, 22. August, im Stadion Essen an. Die Final-Begegnung, die im Rahmen des bundesweiten Finaltags der Amateure stattfindet und live in der ARD übertragen wird, wird um 14.45 Uhr angepfiffen.

Auf den neuen Niederrheinpokalsieger wartet dann in der 1. Runde des DFB-Pokals am Wochenende 12./13. September 2020 Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld.

Hier weitere Fotos von den beiden Halbfinalspielen in Kleve und Velbert

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