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Jugendfußball

Bei Grün-Weiß Lankern machen die Gegner meistens große Augen

Das Mädchen-Team von Trainerin Ingrid Peters tritt in einer Jungen-Liga an - und hofft auf eine baldige Rückkehr auf den Platz: "Ohne Fußball ist es langweilig."
2. Juni 2020 Frauenfußball | Rees / BocholtText: Thomas Palapies-Ziehn
Bei Grün-Weiß Lankern machen die Gegner meistens große Augen
Bildquelle: Ingrid Peters/Privat
Die Mädels von GW Lankern treten in einer Jungen-Liga an.

Die Gegner der D1 von Grün-Weiß Lankern machen meistens große Augen. Dann nämlich, wenn sie realisieren, dass sie gegen eine reine Mädchen-Mannschaft antreten. Seit dem vergangenen Sommer spielt das Mädchen-Team von Trainerin Ingrid Peters mit Spielerinnen aus den Jahrgängen 2006 und 2007 (C-Jugend) in der Gruppe 3 der D-Junioren im Kreis Rees/Bocholt mit. Möglich gemacht hatte das eine Änderung in der Jugendspielordnung des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV), die GW Lankern als erste Mannschaft im Kreis für sich nutzte.

Trainerin Ingrid Peters ist Polizeibeamtin.

Ingrid Peters, die als Polizeibeamtin arbeitet und kürzlich ihren 50. Geburtstag feierte, war mit ihrer Mannschaft aus Lankern, ein Ortsteil von Hamminkeln, schon einmal in der E-Jugend-Altersklasse in einer Jungen-Liga am Start. Die Erfahrungen? Durchweg positiv! "Jungen sind in der Regel zielstrebiger und galliger. Auch das Spieltempo ist höher. Um als Mädchen-Mannschaft trotzdem mitzuhalten, müssen sich die Spielerinnen anpassen. Das gelang uns recht schnell."

In der folgenden Saison traten die Peters-Schützlinge dann wieder bei den Mädchen an. Zwar stand am Ende die souveräne Meisterschaft zu Buche, zufrieden war Ingrid Peters, die auch als FVN-Auswahltrainerin tätig ist, jedoch nicht. "Die Entwicklung war rückläufig. Meine Mädels haben sich leider schnell an das niedrigere Niveau gewöhnt", erinnert sich Peters, die daher froh ist, dass ihr Team jetzt wieder ganz anders gefordert ist.

Mit sieben Punkten (zwei Siege, ein Unentschieden) aus neun Partien belegte GW Lankern in der Gruppe 3 der D-Junioren mit insgesamt zehn Mannschaften den neunten Platz (Vorrunde). Chancenlos war das Team von Ingrid Peters bis dahin nie: "Wir wissen, dass wir nur dann erfolgreich sein können, wenn wir alles abrufen. Bisher haben wir uns sehr gut verkauft und damit zeigt auch die Entwicklungskurve wieder nach oben."

Aktuell ruht wegen der Situation rund um das Coronavirus - wie überall am Niederrhein - der Ball. Ingrid Peters, ihre beiden Co-Trainerinnen Lea Jansen (20) und Pia ten Haaf (19) sowie das gesamte Team hoffen, dass sie bald wieder auf den Platz können. "Unsere Spielerinnen sind sich da einig", so die Trainerin. "Ohne Fußball ist es langweilig."

 


 

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