Oberliga Niederrhein

Oberliga kurios: Neun Begegnungen, aber nur drei Sieger

21. Spieltag: Gleich sechs Partien beim um eine Woche verspäteten Start in die Restrunde enden Unentschieden.
17. Februar 2020 HerrenfußballText: FVN
Oberliga kurios: Neun Begegnungen, aber nur drei Sieger
Bildquelle: FUSSBALL.DE
Neun Spiele, nur drei Sieger: Sechs Partien am 21. Spieltag der Oberliga Niederrhein endeten Remis.

Die Oberliga Niederrhein ist die höchste vom Fußballverband Niederrhein (FVN) organisierte Spielklasse. Die 18 Teams dieser fünften Liga kämpfen gegen den Abstieg in zwei Landesligen und um den Aufstieg in die Regionalliga West - hier ein Lagebericht nach dem 21. Spieltag der Saison 2019/2020 am 15./16. Februar.

Der geplante Start in die Restrunde wurde in der Oberliga Niederrhein durch das Sturmtief „Sabine“ eine Woche nach hinten geweht. An diesem Wochenende (15./16. Februar) konnten aber alle neun Begegnungen wie geplant über die Bühne gehen. Kurios: Nach nicht weniger als sechs Begegnungen stand ein Remis auf der Anzeigetafel.

Unter den drei Gewinnern des Spieltages befindet sich der souveräne Spitzenreiter SV Straelen, der 3:0 gegen den SC Velbert siegte und aktuell (bei einem Spiel weniger) zwölf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger 1. FC Monheim (1:1 beim TVD Velbert) aufweist. Neben dem SV Straelen konnten nur noch Ratingen 04/19 (2:0 bei Union Nettetal) und die Spvg Schonnebeck (2:1 gegen den 1. FC Bocholt) einen Dreier einfahren.

Mit dem 2:1-Heimsieg gegen die „Schwatten“ aus Bocholt haben die Schonnebecker „Schwalben“ einen optimalen Auftakt in das Spieljahr 2020 hingelegt. Luka Bosnjak ließ die Essener Anhänger unter den gut 200 Zuschauer in Bocholt schon nach zehn Minuten jubeln, Mohamed Cissé legte in der 27. Minute das 2:0 nach. Timur Karagülmez gelang in der 80. Minute nur der 1:2-Abschlusstreffer aus Sicht der Gäste aus Bocholt. „Wir haben den Gegner durch unsere aggressive Spielweise extrem beeindruckt“, befand Schonnebecks Trainer Dirk Tönnies nach der Partie gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung und führte aus: „Ich bin zufrieden. Wir haben aber verpasst, das dritte Tor zu erzielen.“

Einen Achtungserfolg verbuchte Schlusslicht Sportfreunde Niederwenigern. Der Oberliga-Neuling, der vor der Winterpause mit einem 3:2-Sieg gegen den SC Velbert den ersten Saisonsieg überhaupt gefeiert hatte, rang den ETB Schwarz-Weiß Essen ein 1:1 ab. Paul Schütte brachte Niederwenigern in der 22. Minute in Führung, Malek Fakhro erzielte in der 57. Minute den Ausgleich für den ETB. „Dass es kein einfaches Spiel werden würde und man Niederwenigern nicht im Vorbeilaufen bezwingt, war klar. Dafür hätte man einiges tun müssen“, erklärte ETB-Trainer Ralf vom Dorp im Gespräch mit der WAZ.

Es war eines von sechs Remis an diesem Spieltag: Der Tabellenzweite 1. FC Monheim musste sich mit einem 1:1 beim TVD Velbert zufriedengeben. Jeweils 2:2 hieß es in den Duellen Sportfreunde Baumberg gegen TSV Meerbusch und SSVg Velbert gegen FC Kray. Keine Tore fielen in den Partien Cronenberger SC gegen TuRU Düsseldorf und 1. FC Kleve gegen VfB Hilden. Abstiegskandidat Union Nettetal ging dagegen daheim gegen Ratingen erst ganz spät leer aus. Yassin Merzagua (87.) und Nabil Jaouadi (90.+2) trafen in der Schlussphase für die 04/19.

Der SV Straelen macht derweil im neuen Jahr genau da weiter, wo er im alten Jahr aufgehört hatte. Mit ihrem elften Dreier in Folge ließen die Grenzstädter keinen Zweifel aufkommen, dass sie sich beim angestrebten direkten Wiederaufstieg in die Regionalliga nicht aufhalten lassen wollen - 3:0 hieß es an der heimischen Römerstraße gegen den abstiegsgefährdeten SC Velbert. Torjäger Shun Terada (18 Saisontreffer) brachte den Spitzenreiter in der 21. Minute in Führung, dann dauerte es jedoch bis weit in die zweite Halbzeit hinein, ehe Meguru Ogagaki (69.) und Aaram Abdelkarim (82.) nachlegten. „Das erste Spiel nach einer langen Pause ist immer schwierig. Auf dem Boden haben wir zu lange den Ball gehalten und viel zu viele Kurzpässe gespielt“, fasste SVS-Trainer Inka Grings das Geschehen gegenüber der Rheinischen Post zusammen.

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