Frauen-Nationalmannschaft

Erfolgreicher Re-Start im Stadion Essen: DFB-Frauen siegen 3:0 gegen Irland

Das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gewinnt im FVN-Verbandsgebiet und ist neuer Tabellenführer in der EM-Quali.
19. September 2020 Frauenfußball | Wichtige MitteilungText: Thomas Palapies-Ziehn
Erfolgreicher Re-Start im Stadion Essen: DFB-Frauen siegen 3:0 gegen Irland
Bildquelle: Getty Images
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft jubelt über das zwischenzeitliche 2:0 durch Dzsenifer Marozsán im EM-Qualifikationsspiel gegen Irland im Stadion Essen.

Das Comeback der deutschen Frauen-Nationalmannschaft im Verbandsgebiet des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) ist geglückt. Nach sechs Monaten Zwangspause wegen der Corona-Krise meldete sich die deutsche Auswahl mit einem 3:0 (3:0) gegen Irland zurück. Das Qualifikationsspiel zur um ein Jahr verschobenen Europameisterschaft in England (6. Juli bis 31. Juli 2022) wurde im Stadion Essen ausgetragen. Dort spielen normalerweise Frauen-Bundesligist SGS Essen und West-Regionalligist Rot-Weiss Essen.

Die Tore für das von Martina Voss-Tecklenburg (ehemalige FVN-Verbandssportlehrerin) trainierte deutsche Team beim Re-Start gegen Irland erzielten Marina Hegering (8.), Dzsenifer Marozsán (38.) und Lea Schüller (41.). Dank des Erfolgs zogen die DFB-Frauen in der EM-Qualifikationsgruppe 9 an Irland vorbei und sind nun Tabellenführer. Nach fünf Begegnungen stehen optimale 15 Punkte und bemerkenswerte 34:0 Tore zu Buche. Irland hat nach sechs Partien 13 Zähler bei 10:6 Treffern auf dem Konto - und wartet weiter auf das erste Erfolgserlebnis gegen Deutschland. Im insgesamt fünften Vergleich war das 0:3 in Essen die fünfte Niederlage.

Zuschauer waren bei der Partie an der Essener Hafenstraße wegen der Corona-Problematik zwar nicht zugelassen. Einige Offizielle durften aber ins Stadion. So beobachten unter anderem FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer, der Essener Kreisvorsitzende Thorsten Flügel sowie dessen Nachfolger Torsten Schwerdtfeger das Geschehen von der Tribüne. Auch Ex-Nationalspielerin Linda Bresonik war live dabei.

Lange mussten die wenigen Beobachter nicht auf den ersten Höhepunkt der Partie warten. Nach einem Eckball von Dzsenifer Marozsán (Olympique Lyon/Frankreich) in der achten Spielminute stand die gebürtige Bocholterin Marina Hegering (FC Bayern München) goldrichtig und köpfte zur deutschen Führung ein.

Mit dem 1:0 im Rücken spielte die deutsche Mannschaft konsequent weiter nach vorn. Gefährliche Situationen vor dem Gehäuse der irischen Torhüterin Marie Hourihan (SC Braga/Portugal) waren allerdings zunächst selten. Die Gäste aus Irland kamen kaum einmal über die Mittellinie, um sich Entlastung zu verschaffen.

Eine Schrecksekunde für Deutschland dann in der 30. Minute: Bei einem Zweikampf verletzte sich Giulia Gwinn (FC Bayern München) am Knie. Sie musste mehrere Minuten behandelt und schließlich mit der Trage vom Platz gebracht werden. Für sie kam Leonie Maier (FC Arsenal/England) ins Spiel.

Durch den frühen Wechsel ließ sich Deutschland nicht aus dem Tritt bringen. Die Mannschaft in Schwarz-Weiß suchte weiter den Weg nach vorn und belohnte sich dafür. Mit einem sehenswerten Schlenzer von der Strafraumgrenze sorgte Dzsenifer Marozsán für das 2:0. Nur Augenblicke später war Lea Schüller vom FC Bayern München zur Stelle. Die ehemalige Essenerin traf den Ball zwar nicht richtig. Sie hatte aber Glück, dass der Ball vom Innenpfosten hinter die Linie trudelte - 3:0! Mit diesem Stand ging es dann auch in die Pause.

Zweite Halbzeit, gleiches Bild: Deutschland drückte, Irland stand nun aber etwas besser Defensive. Spielführerin Alexandra Popp (48./VfL Wolfsburg), ehemalige Duisburgerin, verpasste kurz nach der Pause das 4:0 aus kurzer Distanz. Danach fehlte in Strafraumnähe häufig die Genauigkeit, um die Führung noch weiter auzubauen. Lea Schüller (70./73.), geboren in Tönisvorst am Niederrhein, hatte in dieser Phase an alter Wirkungsstätte die besten Möglichkeiten, um den vierten Treffer nachzulegen.

Auch in der Schlussphase gelang der deutschen Mannschaft das vierte Tor - trotz einiger Chacnen - nicht mehr. Unter dem Strich stand dennoch ein souveräner Sieg der deutschen Frauen-Nationalmannschaft in Essen.


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