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Gewaltprävention

Rote Karte gegen Gewalt im Fußball: Selbstverpflichtungserklärungen überreicht

FVN-Präsident Peter Frymuth überreichte die von den Vereinen aus dem Stadtgebiet Duisburg unterschriebenen Vereinbarungen an OB Sören Link.
27. August 2021 Verbandsmeldungen | Wichtige MitteilungText: Thomas Palapies-Ziehn
Rote Karte gegen Gewalt im Fußball: Selbstverpflichtungserklärungen überreicht
Bildquelle: FVN
Peter Frymuth (vorne links), Präsident des Fußballverbandes Niederrhein, übergibt die Verpflichtungserklärungen an Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (vorne rechts). Im Hintergrund (v.l.): Christopher Mainka, Jürgen Dietz, Susanne Hering und Martin Linne.

Ein starkes Zeichen gegen Gewalt auf dem Platz setzten jetzt die Vereine aus dem Stadtgebiet Duisburg mit der Stadt Duisburg: Nahezu alle Vereine unterzeichneten die von der Stadt Duisburg und vom Fußballverband Niederrhein, von DuisburgSport und vom Stadtsportbund Duisburg (SSB) initiierten Selbstverpflichtungserklärungen.

Pünktlich zum Saisonstart im FVN überreichte FVN-Präsident Peter Frymuth die unterschriebenen Selbstverpflichtungserklärungen an Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. Neben Peter Frymuth und Sören Link waren bei der Übergabe im Verwaltungshaus von DuisburgSport auch SSB-Vorstandsmitglied Susanne Hering, Sportdezernent Martin Linne, DuisburgSport-Betriebsleiter Jürgen Dietz und Christopher Mainka, Bereichsleiter von DuisburgSport, dabei.

„Sport und Gewalt passen nicht zusammen. Dass sich beinahe alle Vereine unserer Initiative angeschlossen haben, ist überragend. Der Geist dieser Vereinbarung muss jetzt auch auf dem Platz gelebt werden“, sagt Oberbürgermeister Sören Link.

Das mehrstufige Konzept gegen Gewalt im Fußball war Mitte Mai - auf Initiative der Stadt Duisburg - bei einem virtuellen Runden Tisch den Vereinen vorgestellt worden. Das Konzept bietet der Stadt Duisburg die Möglichkeit, nach Gewaltdelikten Sanktionen zu verhängen. Den Vereinen bietet es Bausteine zur Prävention, damit Gewalt künftig gar nicht stattfindet. Bei Verstößen kommt ein mehrstufiges Sanktionsverfahren zum Einsatz, das den Entzug der verpachteten städtischen Sportanlage als letzte Stufe beinhaltet. Die Vorstufen „Abmahnung“, „Kürzung von städtischen Zuschüssen“ sowie „Streichung von städtischen Zuschüssen“ bieten den Vereinen frühzeitig die Möglichkeit, eigenständig gegen Gewalttäter im Verein vorzugehen. Mit den Vorstufen ist gewährleistet, dass der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt bleibt.

Im Konzept ist dargelegt, dass sich die Vereine verpflichtend dazu erklären, sich solidarisch für einen gewaltfreien Sport einzusetzen. Der Rat der Stadt beschloss dieses Konzept in seiner Sitzung Mitte Juni einstimmig.

„Die Initiative der Stadt Duisburg und des Stadtsportbundes unterstützt der Fußballverband Niederrhein mit seinen engagierten Fußballkreisen Duisburg/Mülheim/Dinslaken und Moers gerne, da sie sinnvoll und notwendig ist“, erklärt Peter Frymuth. „Die Selbstverpflichtungserklärung, in der sich die Vereine klar gegen Gewalt im Fußball äußern, ist der erste Schritt auf einem Weg, den wir gerne mitgehen.“

Franz-Peter Mölders, der Vorsitzende des FVN-Kreises Moers, freut sich darüber, dass so viele Fußballvereine die Selbstverpflichtungserklärungen unterschrieben haben. „Ich habe diese prophylaktische Maßnahme gegen Gewalt auf dem Platz von Beginn an begleitet und finde sie richtig und wichtig“, sagt Franz-Peter Mölders. „Entscheidend ist nun, dass die Vereinbarung auch aktiv gelebt wird und sich die Vereine daranhalten. Ich bin optimistisch, dass das auch gelingt.“

Die Unterzeichnung der Selbstverpflichtungserklärungen ist ein wichtiger Schritt auf einem Weg, der noch nicht zu Ende ist“, meint Frank Mölsen, Geschäftsführer des Fußballkreises Duisburg/Mülheim/Dinslaken. „Die Unterschrift ist das eine, die Umsetzung das andere. Die Vereine sind nun gefordert, das Erarbeitete in den Köpfen ihrer Spielerinnen und Spieler zu verankern, damit wir der Gewalt auf dem Platz die Rote Karte zeigen können.“

 

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