Mädchen-/Schulfußball

Fußballbegeisterung trifft auf Disney-Magie: Förderprojekt "UEFA Playmakers" bringt Mädchen spielerisch zum Fußball

Florian Hambloch, „UEFA Playmakers“-Projektleiter im FVN, über seine Arbeit mit Grundschulen und Vereinen.
18. März 2026 Jugendfußball | GlobalText: FVN
Fußballbegeisterung trifft auf Disney-Magie: Förderprojekt
Bildquelle: DFB/Disney/Pixar/Collage: FVN

Vaiana, Encanto, Die Eiskönigin – diese drei weltweit bekannten Disney-Animationsfilme haben auf den ersten Blick wenig mit Fußball zu tun. Im Rahmen des nationalverbandsübergreifenden Mädchenfußballprojekts „UEFA Playmakers“, an dem auch der Deutsche Fußball-Bund teilnimmt, sollen aber unter anderem die Fantasiewelten dieser Filme dazu beitragen, Mädchen im Alter von fünf bis acht Jahren für den Fußballsport zu begeistern.

Im  Fußballverband Niederrhein (FVN) kümmert sich Florian Hambloch seit rund einem halben Jahr um das „UEFA Playmakers“-Projekt und bringt Grundschulen und Vereine für eine Projektkooperation zusammen. Wir haben mit ihm über seine Arbeit gesprochen.

Was ist „UEFA Playmakers“ in wenigen Worten zusammengefasst, Herr Hambloch?

Florian Hambloch: UEFA Playmakers ist ein Kurzprojekt, das insgesamt zehn Trainingseinheiten umfasst. Ziel ist es, junge Mädchen im Alter von fünf bis acht Jahren an den Ball zu gewöhnen, spielerisch den Spaß am Fußball zu kreieren somit gerade in den bis jetzt eher nicht vertretenen Altersstufen im Mädchenfußballbereich potenziell neue Spielerinnen zu gewinnen.

Wie kann man sich so eine Trainingseinheit vorstellen?

Florian Hambloch: Innerhalb der Einheiten schlüpfen die Mädchen in die Rollen bekannter Disney-Charaktere und erleben spielerisch deren Geschichten, etwa durch verschiedene Bewegungs- und Teamwork-Aufgaben. Die Trainingseinheiten sind super ausgearbeitet und vor allem auch altersgerecht. Die Kinder bekommen sogenannte „Playbooks“, mit denen sie sich über die Trainingseinheiten hinaus zuhause beschäftigen können. Darin sind zum Beispiel Mal-, Bastel- oder Zeichen-Aufgaben enthalten. 

Fußball und Disney – wie passt das Ihrer Meinung nach zusammen?

Florian Hambloch: Durch die Einbindung von Disney-Filmen verbindet das Projekt „UEFA Playmakers“ Figuren, die in dem frühen Alter auch als Vorbilder dienen können, mit einem Sport, den die jungen Mädchen potenziell lieben lernen. Deshalb glaube ich, ist das eine super Einstiegsmöglichkeit, um Kinder vom Bildschirm hin zu einer sportlichen Aktivität zu leiten.

Was für Vorteile bringt die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen während des Projekts?

Florian Hambloch: Für die Schulen bietet das Projekt ein speziell auf junge Mädchen zugeschnittenes Angebot, das etwa der Startschuss für eine Fußball-AG sein kann. Auf der anderen Seite steht für die Vereine ganz klar die Mitgliedergewinnung im Fokus. Pro Schule können bis zu 30 Teilnehmerinnen abgeholt werden, bei denen im Verlauf der zehn Trainingseinheiten der Spaß am Fußball geweckt werden kann. Wenn dann nur ein Drittel hängen bleibt, ist es in der Altersklasse schon fast eine ganze Mannschaft, die ein Verein durch ein Kurzprojekt gewinnen könnte.

Wie werden Schulen und Vereine im Rahmen des Projektes unterstützt?

Florian Hambloch: Grundsätzlich entstehen für die Schulen keine Kosten – bis auf die Zeit, die für kostenfreie Schulungen investiert werden muss. Die UEFA stellt Trainingsmaterial und Ballpakete zur Verfügung, welche die Schulen am Ende behalten dürfen. Für die Vereine gibt es zusätzlich noch der Anreiz, dass sie pro Schule, die sie als Partnerverein angibt, 100 Euro Fördergeld bekommen. Insgesamt brauchen sich die Lehrer/innen, Trainer/innen und  Vereine keine Sorge machen, das Projekt nicht richtig durchführen zu können. Man muss kein tiefes fußballerisches Verständnis haben. Es geht vielmehr darum, die Mädels spielerisch an den Ball zu bekommen und da ist man eher als, sage ich mal, Geschichtenerzähler gefragt.

Wie sehen die nächsten Schritte im Rahmen des „UEFA Playmakers“-Projektes aus?

Florian Hambloch: Ich persönlich habe mir das Ziel gesteckt, so viel Energie wie möglich zu investieren, um möglichst viele junge Mädchen für den Fußball zu gewinnen. Als kurz- bzw. mittelfristigen Meilenstein möchten wir jetzt im Laufe des Jahres mindestens zehn Schulen in das Projekt einbinden. Und ich bin da guter Dinge: Bei „Socceristas“, der FVN-Vereinstagung für den Mädchen- und Frauenfußball, waren die Vereine super begeistert von diesem Projekt und auch mit den ersten Schulen arbeiten wir bereits zusammen.


Mehr zum „UEFA Playmakers“-Projekt auf dfb.de

Interessierte Schulen wenden sich bitte direkt an Florian Hambloch (f.hambloch@gmx.net, 0172-4292294)

 

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