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Niederrheinpokal der Männer 2020/2021

Wuppertaler SV triumphiert im Endspiel um den Niederrheinpokal 2021

WSV entscheidet das Duell mit dem Ligakonkurrenten SV Straelen am "Finaltag der Amateure" in Duisburg 2:1 für sich und qualifiziert sich für den DFB-Pokal.
29. Mai 2021 Herrenfußball | Wichtige MitteilungText: FVN, Foto: Nico Herbertz
Wuppertaler SV triumphiert im Endspiel um den Niederrheinpokal 2021
Bildquelle: Nico Herbertz/FVN

Der Wuppertaler SV hat den Niederrheinpokal 2021 des Fußballverbandes Niederrhein (FVN) gewonnen. Im Endspiel in Duisburg am „Finaltag der Amateure bezwang der Regionalligist den Ligakonkurrenten SV Straelen 2:1 (1:0). Dank des ersten Erfolgs im Niederrheinpokal seit 2007 sicherte sich Wuppertal gleichzeitig einen Startplatz in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals 2021/2022.

Hier bejubelt der Wuppertaler SV das 1:0 durch Semir Saric.

Die Tore für die Mannschaft von WSV-Trainer Björn Mehnert in der Duisburger Schauinsland-Reisen-Arena erzielten Semir Saric (38.) und Kevin Hagemann (48.). Für Straelen war Cagatay Kader (66.) erfolgreich. Während Wuppertal den Niederrheinpokal zum insgesamt siebten Mal für sich entscheiden konnte, verpasste Straelen Titelgewinn Nummer eins.

In der Anfangsphase des Endspiels bei bestem Fußballwetter hatte der Wuppertaler SV mehr vom Spiel. Hochkarätige Chancen konnten sich die Bergischen, beobachtet unter anderem von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg und Kult-Trainer Peter Neururer, aber zunächst nicht erarbeiten. Dafür tauchte auf der anderen Seite Kaito Mizuta (32.) gefährlich vor dem Wuppertaler Tor auf. Der Straelener Offensivmann ließ zwei Gegenspieler aussteigen, sein Schuss ging aber am Gehäuse von WSV-Schlussmann Sebastian Patzler vorbei. Bis dahin war es die beste Möglichkeit im Spiel.

Sven Waschitzki war Schiedsrichter des Endspiels.

Das änderte sich in der 38. Minute: Nach einer unübersichtlichen Situation im Straelener Strafraum prallte der Ball zu Kevin Pires-Rodrigues. Dessen Schuss aus knapp 18 Metern kam über Beyhan Ametov vor die Füße von Semir Saric, der aus kurzer Distanz keine große Mühe mehr hatte, den Ball zum Halbzeitstand über die Linie zu drücken. Kurz vor der Pause wollte Straelen einen Elfmeter, doch Zweitliga-Schiedsrichter Sven Waschitzki aus Essen entschied auf Weiterspielen.

Aufregung gab es dann auch gleich zu Beginn der zweiten Hälfte. Marco Königs passte bei einem Konter sehenswert auf Kevin Hagemann, der SVS-Torhüter Robin Udegbe keine Chance ließ - 2:0 für den Wuppertaler SV!

Straelens Trainer Benedict Weeks reagierte auf den Rückstand und wechselte dreifach (55.). Der SVS übernahm nach und nach auch die Initiative, Gegner Wuppertal lauerte auf Konter.

Die Wuppertaler Spieler haben Spalier für die Akteure des SV Straelen gestanden.

Es waren die Straelener, die sich für ihre Bemühungen belohnen konnten. Nach einer Hereingabe stand Cagatay Kader goldrichtig und köpfte zum 1:2 aus Sicht des Teams von der niederländischen Grenze ein.

Nach dem Anschlusstreffer versuchte der SV Straelen, den Druck weiter hochzuhalten. Allerdings musste der SVS bei den Wuppertaler Kontern stets auf der Hut sein. Einen dieser Konter schloss der eingewechselte Mateo Aramburu (88.) fast zur Entscheidung ab.

Wenige Sekunden vor Schluss bekamen die Straelener noch einmal einen Freistoß, den Kevin Weggen (90.+4) nur knapp neben das Wuppertaler Tor setzte. Dann war Schluss – und der Jubel beim Wuppertaler SV kannte keine Grenzen.

Stimmen zum Spiel:

Wolfgang Jades (Vorsitzender des FVN-Verbandsfußballausschusses und Pokalspielleiter): „Ich glaube, wir sind alle froh, dass wir diesen Wettbewerb so zu Ende geführt haben. Das Endspiel war das i-Tüpfelchen. Der SV Straelen hat hervorragend gekämpft, nachdem der Wuppertaler SV die Partie zunächst ganz gut im Griff hatte. Es war ein spannendes und würdiges Endspiel. Ein Dank geht an Gastgeber MSV Duisburg, der mit dafür gesorgt hat, dass das Finale einen würdigen Rahmen hatte.“

Peter Neururer (Vorstandsmitglied Wuppertaler SV): „Wir sind in den vergangenen Wochen und Monaten aus einer schwierigen Situation herausgekommen. Von daher bedeutet der Pokalsieg eine ganze Menge für den Verein. Wir sind dabei, die Strukturen zu professionalisieren und da hilft dieser Erfolg sehr. In der ersten DFB-Pokalhauptrunde als Regionalligist dabei zu sein, ist zudem etwas Großartiges.“

Björn Mehnert (Trainer Wuppertaler SV): „Wenn mir das jemand bei meinem Amtsantritt gesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt. Ich war davon ausgegangen, dass wir um den Klassenverbleib spielen. Und jetzt hat die Mannschaft eine Riesen-Serie in der Meisterschaft gespielt und diese mit dem Pokalsieg gekrönt. Ich glaube, der Erfolg im Finale gegen Straelen war auch nicht unverdient. Für die Stadt und unsere Fans bedeutet es unheimlich viel, wieder bundesweit im DFB-Pokal vertreten zu sein dürfen.“

Semir Saric (Torschütze Wuppertaler SV): „Für uns und ganz Wuppertal ist das ein besonderer Tag. Wir alle hatten es uns gewünscht, mal wieder im DFB-Pokal zu stehen. Das 1:0 im Finale erzielt haben, bedeutet mir viel. Ich freue mich, der Mannschaft damit in so einem Spiel geholfen zu haben.“

Benedict Weeks (Trainer SV Straelen): „Es ist bitter, dass wir kurz nach der Halbzeit direkt einen Konter zum 0:2 hinnehmen mussten. Nach dem Anschlusstreffer hatten wir Hoffnung, es war auch noch genügend Zeit auf der Uhr. Wir haben es aber nicht verstanden, uns klare Chancen zu erarbeiten. Und wenn wir Möglichkeiten hatten, ging der Ball drüber oder vorbei. Wir alle sind selbstverständlich enttäuscht.“

Cagatay Kader (Torschütze SV Straelen): „Die Enttäuschung ist groß. Leider sind wir erst in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gekommen. Im Fußball gibt es Höhen und Tiefen. Vielleicht erreichen wir im kommenden Jahr wieder das Finale und dann holen wir das Ding.“

Weitere Bilder vom Niederrheinpokal-Endspiel in Duisburg gibt es hier

 

Hier die Highlights der Partie in der Zusammenfassung der ARD-"Sportschau":

 

Alle Informationen zum Niederrheinpokal gibt es hier

 

Alle Partien des Niederrheinpokals 2020/2021 im Überblick: 

1. Runde (vor Lockdown - hier die Erklärung dazu)
SV 09/35 Wermelskirchen - Rot-Weiss Essen 0:5
Viktoria Goch - 1. FC Kleve 1:4
SC Hardt - TSV Meerbusch 1:4
SG Essen-Schönebeck - Cronenberger SC 7:6 n.E.
SV Hösel - SF Niederwenigern 1:4
SV Rindern - FC Kray 1:4
TuS Drevenack - Rather SV 0:12
SV Brünen - SV Genc Osman Duisburg 2:3
Rheydter SV - VSF Amern 1:5
VfR Fischeln - Union Nettetal 2:4 n.V.
Holzheimer SG - Ratingen 04/19 1:8

Viertelfinale
KFC Uerdingen - MSV Duisburg 0:5 (in Velbert)
Rot-Weiß Oberhausen - Rot-Weiss Essen 1:4
Wuppertaler SV - VfB Homberg 3:1
Freilos: SV Straelen

Halbfinale
Wuppertaler SV - MSV Duisburg 6:2
Rot-Weiss Essen - SV Straelen 4:6 n.E.

Endspiel am “Finaltag der Amateure”
Wuppertaler SV - SV Straelen 2:1

 

Die Pressekonferenz (36:43min) vor dem Endspiel gibt's hier auf dem FVN-YouTube-Kanal:

 

 

Hier die Highlights der Viertel- und Halbfinalpartien:

RWE - Straelen 4:6 n.E. (Halbfinale)


Wuppertal - MSV 6:2 (Halbfinale)

 

RWO - RWE 1:4 (Viertelfinale)

 

Wuppertal - Homberg 3:1 (Viertelfinale)

 

KFC - MSV 0:5 (Viertelfinale)


 

Die Auslosung (26. April) von Viertel- und Halbfinale:

 

 

Diese Vereine konnten den Niederrheinpokal seit 1981 gewinnen:

9 x Rot-Weiss Essen (1995, 2002, 2004, 2008, 2011, 2012, 2015, 2016, 2020)
7 x Wuppertaler SV (1981, 1985, 1999, 2000, 2005, 2007, 2021)
3 x MSV Duisburg (1989, 2014, 2017)
3 x Rot-Weiß Oberhausen (1996, 1998, 2018)
2 x KFC Uerdingen (2001, 2019)
2 x FC Remscheid (1991, 1994)
2 x SSVg Velbert (2003, 2006)
2 x ETB SW Essen (1987, 2010)
1 x Bayer Uerdingen Amateure (1982)
1 x 1. FC Bocholt (1983)
1 x Viktoria Goch (1986)
1 x Bor. Mönchengladbach Amateure (1997)
1 x VfB Speldorf (2009)
1 x Sportfreunde Baumberg 1 (2013)

Hier alle Endspielpaarungen des Niederrheinpokals seit 1981

 

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