Oberliga

VfB 03 Hilden reicht Remis zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die Regionalliga West

Holzheim dank Dreier-Vergleich gesichert - Frintrop und Kleve steigen trotz ihrer Siege ab.
7. Juni 2026 Herrenfußball | GlobalText: MSPW, Fotos: Marcel Eichholz/FuPa Niederrhein
VfB 03 Hilden reicht Remis zur Meisterschaft und zum Aufstieg in die Regionalliga West
Bildquelle: Privat
Die begehrte Schale geht an den VfB Hilden.
Die Freude beim VfB Hilden kannte keine Grenzen. (Fotos: Marcel Eichholz/FuPa)

Der VfB 03 Hilden hat am 34. und letzten Spieltag in der Oberliga Niederrhein den erstmaligen Titelgewinn und damit auch den sportlichen Aufstieg in die Regionalliga West perfekt gemacht. Dem Tabellenführer reichte das 1:1 beim DFB-Pokal-Teilnehmer SC St. Tönis 11/20, um die Spitzenposition zu behaupten. Der einzige verbliebene Verfolger und Titelkonkurrent Ratingen 04/19 musste sich dagegen beim 1. FC Monheim 0:2 geschlagen geben. Die Gastgeber benötigten den Dreier, um sich von den Abstiegsplätzen fernzuhalten und nach dem Abpfiff den Klassenverbleib zu feiern. Jürgen Kreyer, Vizepräsident des Fußballverbandes Niederrhein, überreichte gemeinsam mit Michaela Stiels die Meisterschale an den VfB Hilden.

Die DJK Adler Union Frintrop muss die Oberliga Niederrhein nach einem Jahr und 41 Zählern dagegen wieder verlassen. Der 3:0-Heimsieg gegen Blau-Weiß Dingden reichte nicht aus, um über den Strich zu klettern. Der punktgleiche Mitaufsteiger Holzheimer SG bleibt trotz der 3:4-Heimniederlage gegen die SpVg Schonnebeck aufgrund eines gewonnenen Dreier-Vergleichs der Spielklasse erhalten. Schließlich beendete auch der 1. FC Kleve 63/03 die Saison nach dem 2:1 beim nun feststehenden Mitabsteiger VfB Homberg mit 41 Zählern, bleibt ebenso wie Frintrop unter dem Strich.

Die weiteren Plätze in der sicheren Zone behaupteten der VfL Viktoria Jüchen-Garzweiler, für den ein 2:1 beim KFC Uerdingen 05 heraussprang, und der FC Büderich, der gegen die Sportfreunde Baumberg 3:1 gewann, jeweils aus eigener Kraft. Der ETB Schwarz-Weiß Essen unterlag dem TSV Meerbusch 3:4. Außerdem verabschiedete sich Schlusslicht SV Biemenhorst mit einem 4:2 gegen den SV Sonsbeck aus der Oberliga Niederrhein.

SV Biemenhorst - SV Sonsbeck 4:2 (4:0)

Der SV Biemenhorst verabschiedete sich mit dem ersten Sieg nach zuvor acht Niederlagen zumindest versöhnlich aus der Oberliga Niederrhein. Der bereits seit einiger Zeit als Absteiger feststehende Tabellenletzte gewann eine vorgezogene Partie gegen den SV Sonsbeck 4:2 (4:0). Jannis Schmitz (14.), Dardan Pepa (18./37.) und Darnell Weidemann (41.) stellten bereits im ersten Durchgang die Weichen für den Heimsieg. Mehr als ein Doppelpack von Luca Janssen (54./58.) sprang für den SV Sonsbeck nicht mehr heraus. In der kommenden Saison wird das Team des SV Biemenhorst von Chefcoach Miroslav Giruc und Co-Trainer Muhammed Sezen betreut.

ETB Schwarz-Weiß Essen - TSV Meerbusch 3:4 (0:3)

Mit der fünften Niederlage in Serie beendete der ETB Schwarz-Weiß Essen die Saison 2026/2027. Auch gegen den TSV Meerbusch gab es zum Abschluss beim 3:4 (0:3) nichts zu holen. Zum letzten Mal standen Christian Dorda und Björn Matzel als gleichberechtigtes Trainerduo an der Seitenlinie der Essener, in der kommenden Saison wird Matzel als alleiniger Cheftrainer agieren. Schon vor der Pause stellten Leon Kempkens (22.), Florian Berisha (25.) und Micah Cain (32.) mit drei Treffern innerhalb von nur zehn Minuten die Weichen für die Gäste auf Sieg. Im zweiten Durchgang war noch Pablo Ramm (51.) für den TSV erfolgreich. Tim Kaminski (50.), der eingewechselte Samir Younes Bouazza (76.) und Thorben Kern (89.) gestalteten das Ergebnis aus ETB-Sicht noch ein wenig erträglicher. Meerbusch beendete die Spielzeit mit 50 Punkten auf Rang sechs.

FC Büderich - Sportfreunde Baumberg 3:1 (2:1)

Der FC Büderich brachte den Klassenverbleib durch das 3:1 (2:1) gegen die Sportfreunde Baumberg unter Dach und Fach. Dem Team von Trainer Sebastian Siedenbach gelang damit erstmals in diesem Jahr nach einem Sieg erneut die volle Ausbeute. Den ersten Treffer der Hausherren durch Oliver Dessau (12.) konnte Tim Knetsch für Baumberg noch ausgleichen. Glayne Wago (44.) brachte Büderich kurz vor der Pause aber erneut in Führung. Nachdem Wago (53.) seinen Doppelpack perfekt machen konnte, handelte sich Sportfreunde-Torhüter Daniel Schwabke wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte ein (53.). So kam der für Mittelfeldspieler Millan Burovac eingewechselte Thorsten Pyka zu seinem neunten Einsatz zwischen den Pfosten. Die Niederlage konnte er jedoch auch nicht mehr verhindern.

KFC Uerdingen 05 - VfL Jüchen-Garzweiler 1:2 (0:0)

Ein Jahr nach dem erstmaligen Aufstieg in die Oberliga Niederrhein durfte der VfL Viktoria Jüchen-Garzweiler nun auch den Klassenverbleib bejubeln. Mit dem 2:1 (0:0)-Auswärtssieg beim KFC Uerdingen 05 rettete sich das Team von Trainer Daniel Klinger aus eigener Kraft und beendete die Premierensaison in der fünfthöchsten deutschen Spielklasse sogar noch auf dem achten Tabellenplatz. Vor 1.967 Zuschauer/innen im Grotenburg-Stadion hatte zwar Ole Päffgen (53.) in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit für die Führung des KFC gesorgt. Postwendend gelang jedoch Kevin Lukas Rubaszewski (54.) der Ausgleich für die Viktoria, ehe ausgerechnet ein Eigentor von Ole Päffgen (72.) die Uerdinger Heimniederlage besiegelte und damit auch die letzten Zweifel an einer weiteren Oberliga-Saison für Jüchen-Garzweiler beseitigte.

VfB Homberg - 1. FC Kleve 63/03 1:2 (1:0)

Nur traurige Gesichter gab es im Duisburger PCC-Stadion nach der 1:2 (1:0)-Heimniederlage des VfB Homberg gegen den 1. FC Kleve 63/03. Zum einen müssen die Gastgeber nach dem verlorenen "Endspiel" als Tabellenvorletzter den bitteren Gang in die Landesliga antreten. Wegen der Ergebnisse auf den anderen Plätzen reichte aber auch der erst dritte Auswärtserfolg in dieser Saison den Klevern nicht mehr zum Klassenverbleib. Während der ersten Halbzeit ließ Julian Bode (29.) noch den VfB mit seinem Führungstreffer auf ein "Wunder" zum Saisonfinale hoffen. Ein Doppelschlag durch Juliano Ismanovski (53./55.) wendete jedoch innerhalb von nur zwei Minuten das Blatt. Weil jedoch im Dreiervergleich der punktgleichen Teams aus Kleve, Frintrop und Holzheim (jeweils 41 Zähler) die HSG am besten abschneidet, muss jedoch der 1. FC Kleve ebenso wie die DJK Adler Union Frintrop sowie der VfB Homberg und der SV Biemenhorst absteigen.

Holzheimer SG - SpVg Schonnebeck 3:4 (3:2)

Im letztlich erfolgreichen Kampf um den Klassenverbleib machte es die Holzheimer SG am Ende ihrer ersten Oberliga-Saison noch sehr spannend. Das Team von Jesco Neumann musste sich dem Tabellenvierten SpVg Schonnebeck zum Abschluss 3:4 (3:2) geschlagen geben und darf nur wegen des gewonnenen direkten Vergleichs mit den beiden punktgleichen Konkurrenten DJK Adler Union Frintrop und 1. FC Kleve (jeweils 41 Punkte) für eine weitere Spielzeit in der 5. Liga planen. Dabei sah es zunächst danach aus, als könnte die HSG aus eigener Kraft alles klarmachen. Aaron Thomas (2.) brachte Holzheim schon früh in Führung. Nach der zwischenzeitlichen Wende durch den 27. Saisontreffer von Torschützenkönig Niko Bosnjak (8.) und Marcio Elia Lopes da Silva so Vale (19.) legten die Hausherren bis zur Pause durch Abdelkarim Afkir (30.) und Jonas Hubert Theuerzeit (43.) wieder vor. Nachdem jedoch Holzheims Torhüter und Kapitän Johannes Kultscher die Rote Karte gesehen hatte (70.), nutzte die SpVg Schonnebeck die Überzahl und fuhr dank der Tore des eingewechselten Maxim Schröder (72.) und von Noah Kloth (81.) doch noch den 17. Saisonsieg ein. Dennoch hatten nach dem Abpfiff auch die Anhänger der Holzheimer SG Grund zum Jubeln.

DJK Adler Union Frintrop - Blau-Weiß Dingden 3:0 (3:0)

Das 3:0 (3:0) gegen Mitaufsteiger Blau-Weiß Dingden war für die DJK Adler Union Frintrop ein ganz trauriger Erfolg. Das Team von Trainer Marcel Cornelissen erledigte seine Aufgabe dank der Treffer von Yannick Reiners (7./38.) und Timo Dapprich (24.) zwar bestmöglich. Durch den verlorenen Dreier-Vergleich mit den punktgleichen Ligakonkurrenten Holzheimer SG und 1. FC Kleve 63/03 landet die DJK trotz des abschließenden Sieges auf einem Abstiegsplatz. Besonders bitter: Bei der Tordifferenz hätte Frintrop (0) sowohl gegenüber Holzheim (-13) als auch Kleve (-19) die Nase deutlich vorne behalten.

1. FC Monheim - Ratingen 04/19 2:0 (2:0)

Ratingen 04/19 wird auch in der kommenden Saison in der Oberliga Niederrhein an den Start gehen. Das Team von Trainer Damian Apfeld verpasste mit dem 0:2 (0:2) beim 1. FC Monheim die Grundvoraussetzung, um den VfB 03 Hilden noch von der Spitze verdrängen zu können. Ein Eigentor von Gianluca Silberbach (30.) und ein Treffer von Emin Safikhanov (36.) entschieden innerhalb weniger Minuten die Partie. Der 1. FC Monheim geht dank des wichtigen Heimsieges ebenfalls weiterhin in der fünfthöchsten Spielklasse an den Start. Ratingen 04/19 bleibt trotz des verpassten Aufstiegs ein Grundgerüst auch über den Sommer erhalten. Die Mittelfeldspieler Umut Yildiz und Guiliano Zimmerling, Innenverteidiger Almedin Gusic, Rechtsverteidiger Bo Lasse Henrichs und Angreifer Sven Kreyer hatten in der Woche vor dem letzten Spieltag ihre Vertragsverlängerungen bekanntgegeben.

Das Objekt der Begierde: Die Meisterschale in den Händen des VfB Hilden. (Foto: Marcel Eichholz/FuPa)

SC St. Tönis 11/20 - VfB 03 Hilden 1:1 (0:0)

Trainer Tim Schneider, Kapitän Fabian zur Linden sowie die Spieler Nick Perkuhn, Michael Miller, Dominik Wasilewski, Luis Ortmann, Luke Kawabe, Roman Wakily, Fabio Bachmann, Azad Sari und Marvin Theis können sich mit dem größtmöglichen Erfolg vom VfB 03 Hilden verabschieden. Dem Tabellenführer reichte im Fernduell mit Ratingen 04/19 das 1:1 (0:0) beim SC St. Tönis 11/20, um den Titelgewinn in der Oberliga Niederrhein und den sportlichen Aufstieg in die Regionalliga West perfekt zu machen. Dabei hatte sich zunächst Yigit Siyak (83.) für die Gastgeber, die es in der ersten Runde des DFB-Pokals (21. bis 24. August) mit Eintracht Frankfurt zu tun bekommen werden, in die Torschützenliste eingetragen. Etienne Feese (90.) verhinderte die erste VfB-Niederlage nach zuvor fünf Siegen am Stück. Als jedoch das Ergebnis von Hildens Verfolger Ratingen 04/19 (0:2 beim 1. FC Monheim) bekannt wurde, durfte Hilden den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feiern.


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