Drei der vier Halbfinal-Teilnehmer im Niederrheinpokal der Männer 2025/2026 stehen bereits fest, am morgigen Donnerstag, 26. Februar, spielen der 1. FC Bocholt und Rot-Weiß Oberhausen ab 19. 30 Uhr in einem Regionalliga-Duell den letzten verbliebenen Platz aus. Auf den Gewinner wartet im Halbfinale mit dem MSV Duisburg am Samstag, 28. März (15 Uhr), ein Vorjahresfinalist und der aktuell Zweitplatzierte der 3. Liga. Im zweiten Halbfinale am Mittwoch, 25. März (19.30 Uhr), treffen die Oberligisten SC St. Tönis und FC Büderich aufeinander.
Bevor es gegen die Duisburger “Zebras” geht, gilt es für Bocholt und RWO zunächst, das Viertelfinal-Duell für sich zu entscheiden. Wir haben die wichtigsten Fakten rund um die Partie im Bocholter Stadion am Hünting zusammengefasst.
Vorteil RWO: Beide Teams kennen sich gut aus der Regionalliga West und standen sich auch in dieser Saison bereits gegenüber. Das Hinrunden-Spiel am 29. November 2025 im Oberhausener Niederrheinstadion entschieden die „Kleeblätter“ trotz zweier später Gegentreffer 3:2 für sich. Für den FCB spricht hingegen das letzte Aufeinandertreffen im Niederrheinpokal, das der damalige Oberligist in der Saison 2019/2020 2:1 gewann - übrigens ebenfalls im Viertelfinale.
Unterschiedliche Ausgangslagen: Das knappe Ergebnis im Hinrunden-Duell spiegelt nicht die aktuelle Situation beider Teams wider. RWO spielt eine gute Regionalliga-Saison und darf sich als Drittplatzierter noch zarte Aufstiegshoffnungen machen. Der Rückstand der “Kleeblätter” auf Spitzenreiter Fortuna Köln beträgt allerdings acht Punkte. Bocholts Trainer René Lewejohann, in seiner Laufbahn auch schon Co-Trainer der Oberhausener U 19, und sein Team müssen hingegen nach der 1:2-Niederlage gegen den Bonner SC am vergangenen Wochenende und aktuell acht Ligaspielen ohne Sieg nach unten schauen. Die Gefahrenzone ist fünf Punkte entfernt.
Bocholter Pokal-Bollwerk: Anders als in der Liga traten die Bocholter im Niederrheinpokal bisher souverän auf und verzeichneten noch keinen Gegentreffer. Einem 6:0 gegen die DJK/SF Katernberg (Landesliga) zum Auftakt folgte ein 2:0 gegen den SC Velbert (Landesliga) in Runde zwei sowie erneut ein 2:0 gegen die SSVg Velbert (Oberliga) im Achtelfinale. RWO erreichte die Runde der letzten acht Mannschaften durch ein 3:0 gegen Landesligist SV Budberg, ein 3:2 gegen den “Dauerrivalen” Rot-Weiss Essen und ein 2:1-Auswärtserfolg über den Oberligisten VfB Homberg.
Duell der Ex-Pokalsieger: RWO durfte den „Pott“ bisher dreimal mit nach Hause nehmen (1996, 1998 und 2018) und stand sechs weitere Male im Endspiel - zuletzt 2023 und 2024 jeweils gegen Rekordsieger Rot-Weiss Essen (zwölf Titel). Für die Bocholter liegt das letzte Pokalfinale schon länger zurück: 1995 unterlag der Klub von der niederländischen Grenze RW Essen 1:3. Der bisher einzige Niederrheinpokal-Erfolg der Bocholter liegt rund 43 Jahre zurück. 1983 sicherte sich der FCB dank eines 2:0-Finalsiegs den begehrten „Pott“. Gegner damals: Rot-Weiß Oberhausen.
