Niederrheinpokal

MSV-Trainer Dietmar Hirsch trifft auf Ex-Klub: 1. FC Bocholt empfängt "Zebras" im Niederrheinpokal-Halbfinale

Am Samstagnachmittag geht es ab 15 Uhr für beide Teams um den Finaleinzug. Im Endspiel wartet bereits Oberligist SC St. Tönis.
27. März 2026 Herrenfußball | GlobalText: FVN
MSV-Trainer Dietmar Hirsch trifft auf Ex-Klub: 1. FC Bocholt empfängt
Bildquelle: Nico Herbertz/FVN
Dietmar Hirsch und der MSV Duisburg scheiterten im Niederrheinpokal-Finale 2025 knapp an Rekordsieger Rot-Weiss Essen (1:2).

Nur noch ein Schritt bis zum Finale: Regionalligist 1. FC Bocholt und Drittligist MSV Duisburg kämpfen am Samstag, 28. März, ab 15 Uhr um das verbliebene Endspiel-Ticket im Niederrheinpokal 2025/2026 des Fußballverbandes Niederrhein (FVN). Dort wartet bereits der Oberligist SC St. Tönis, der sich am Mittwoch durch ein 5:3 nach Elfmeterschießen gegen den Ligakonkurrenten FC Büderich für das Finale qualifizierte. Das Endspiel um den Niederrheinpokal am bundesweiten „Finaltag der Amateure“ steigt am 23. Mai 2026.

Für MSV-Trainer Dietmar Hirsch ist das Pokal-Halbfinale im ausverkauften Bocholter Stadion am Hünting eine besondere Partie. Der 54-jährige Ex-Profi stand beim FCB in der Saison 2023/2024 an der Seitenlinie - und wurde mit dem Klub von der niederländischen Grenze überraschend Vizemeister (zwölf Punkte hinter dem aktuellen Drittligisten Alemannia Aachen).

Seit Mitte 2024 ist Dietmar Hirsch als Trainer beim ehemaligen Bundesligisten MSV Duisburg tätig. Die Bilanz: Aufstieg in die 3. Liga in der Saison 2024/2025, aktuell Platz vier in Liga drei mit Chancen auf die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Der Tabellenzweite Rot-Weiss Essen ist nur einen Zähler entfernt.

Das Geschehen in der 3. Liga dürfte nun auch der frisch gebackene Niederrheinpokal-Finalist ganz genau verfolgen. Denn schließt der MSV die Drittliga-Spielzeit auf einem der ersten vier Plätze ab und erreicht das Pokal-Endspiel, wären die „Zebras“ über die Liga für den DFB-Pokal qualifiziert. Und auch der SC St. Tönis hätte dann seinen Platz im großen Lostopf sicher und die Chance auf ein Duell mit einem attraktiven Bundesligisten.

Dieses Szenario will der 1. FC Bocholt verhindern. Der Tabellenzwölfte der Regionalliga West könnte zum dritten Mal in das Finale um den Niederrheinpokal einziehen. Im Jahr 1983 holte Bocholt durch ein 2:0 über Rot-Weiß Oberhausen das erste und einzige Mal den begehrten „Pott“. 1995 gab es eine 1:3-Endspielniederlage gegen Rekordsieger Rot-Weiss Essen (insgesamt zwölf Titel).

Das bisher letzte Niederrheinpokal-Finale mit Beteiligung des MSV Duisburg liegt keine zwölf Monate zurück. In der abgelaufenen Saison 2024/2025 unterlag das Team von Dietmar Hirsch dem Nachbarn Rot-Weiss Essen vor einer Rekord-Kulisse von 27.719 Fans 1:2. Insgesamt gewannen die „Zebras“ den Niederrheinpokal dreimal (1989, 2014 und 2017).


Der Niederrheinpokal 2025/2026 im Überblick