13 Spiele, 13 Siege: Das Frauenteam der DJK 1928 Vierlinden ist makelloser Tabellenführer in der Gruppe 4 der Kreisliga A Oberhausen-Bottrop. Dabei besteht das Team erst seit wenigen Monaten.
Erst seit dem zurückliegenden Sommer geht der Verein aus dem gleichnamigen nördlichen Duisburger Stadtteil erstmals auch mit einem Frauenteam an den Start. Seitdem gab es in der Liga ausschließlich Erfolge. "Wir haben nicht damit gerechnet, zum jetzigen Zeitpunkt so gut dazustehen", sagt daher auch Trainer Meik Pyta im Gespräch mit FUSSBALL.DE. "Was anfangs nur eine Idee war, wurde zu zwölf Spielerinnen im ersten Probetraining", blickt der 51-Jährige zurück.
In die Wege geleitet worden war die Gründung des Teams unter anderem von Kapitänin Laura Klump. Die ehemalige Bundesligaspielerin hatte bei der DJK einst zusammen mit Jungs bei den Bambinis gekickt, ehe es die 35-Jährige in ihrer Laufbahn bis in die höchste Spielklasse zur SGS Essen geschafft hatte.

“Da Laura in der Nähe unseres Sportplatzes wohnt, hatte ich sie bei einem Spiel der Alten Herren getroffen. Dabei hatte sie mir erzählt, wie cool es doch wäre, wenn die DJK erstmals auch ein Frauenteam stellen würde. Ich war zu diesem Zeitpunkt selbst noch Frauentrainer beim SuS 09 Dinslaken, meinte aber zu ihr, dass ich das gerne unterstützen würde, wenn sich dazu die Gelegenheit ergeben sollte.”
Und diese Gelegenheit kam schließlich im zurückliegenden Sommer: Ende Mai trat Pyta nach acht erfolgreichen Jahren beim Frauen-Bezirksligisten zurück. Zwei Monate später kehrte er zur DJK 1928 Vierlinden zurück, mit der er als Spieler 2012/2013 den erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga erlebte. "Wir durften uns daraufhin sogar in das Buch des Stadtbezirks Walsum eintragen", erinnert er sich.
Auch als Jugendtrainer und Co-Trainer der zweiten Mannschaft war er schon in Vierlinden tätig. "Die DJK ist ein total familiärer Verein", beschreibt der Trainer den Klub, dem er deshalb auch immer verbunden geblieben ist. “Man wird von jedem begrüßt. Jeder weiß, wer man ist. Genauso kennt man aber auch alle anderen. Dabei spielt es keine Rolle, zu welchem Team man zählt.”
Dieses besondere Miteinander ist auch im neu gegründeten Frauenteam spürbar. "Eine bessere Truppe hätten wir nicht zusammenbekommen können. Ich habe noch nie ein so harmonisches Team erlebt", betont Meik Pyta. “Unsere verletzten Spielerinnen versuchen zum Beispiel, weiterhin bei jedem Spiel dabei zu sein und das Team anzufeuern und zu motivieren. Man merkt einfach, dass alle hier super glücklich sind und alles füreinander tun würden.”

Diesen Zusammenhalt zählt der DJK-Trainer auch zu den Stärken seines Teams auf dem Platz. "Die Spielerinnen haben unterschiedliche Qualitäten und fußballerische Möglichkeiten", erklärt Pyta. “Dabei steht die Bereitschaft, bis zum Schluss alles für das Team zu geben, aber immer an erster Stelle. Unsere Ladys geben nie auf und sind ehrgeizig. So konnten wir in dieser Saison schon einige Spiele drehen. Ich bin unfassbar stolz darauf, was alle schon jetzt geleistet haben.”
Dabei zählt Meik Pyta auch die Leute aus dem Umfeld dazu. "Ich möchte mich explizit beim Vorstand um Christian Landers für die Hilfe bedanken. Außerdem ist es absolut beachtlich, dass die DJK-Ultras immer bei unseren Spielen dabei sind." Die rund 30-köpfige Gruppe hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Teams der DJK 1928 Vierlinden sportartübergreifend zu unterstützen. “Auch sonst ist der Zuspruch unserer Fans groß.”
Sportlich steht für den Drittplatzierten der Duisburger Frauen-Hallenstadtmeisterschaft nach der Winterpause in der Frauen-Kreisliga A Oberhausen-Bottrop der Aufstieg in die Bezirksliga nicht ganz oben auf der Liste, auch wenn sich niemand dagegen wehren würde. "Wir wollen in erster Linie immer besser werden, als Team wachsen und unsere Art beibehalten. Jede Spielerin, die uns dabei begleiten will, ist gerne gesehen", schließt Meik Pyta auch weitere Frauenteams für die Zukunft nicht aus. "Es ist spannend, was hier entsteht." Vielleicht führt diese Entwicklung ja schon in der ersten Saison zum großen Wurf.
Dieser Text ist zuerst am 13. Februar auf FUSSBALL.DE erschienen.
