Integration

Wettbewerb zur Förderung von Integrations- und Sozialarbeit: Je 500 Euro für ausgezeichnete Vereine

Prämiert wurden der SV Hamborn 90, der SV Oberbilk 09, ATS Krefeld, die Wichlinghauser Kickers sowie der TC Freisenbruch.
29. Juli 2026 Allgemein | GlobalText: FVN
Wettbewerb zur Förderung von Integrations- und Sozialarbeit: Je 500 Euro für ausgezeichnete Vereine
Bildquelle: FVN/Vereine
Die fünf prämierten Vereine (von links oben nach rechts unten): SV Hamborn 90, TC Freisenbruch, ATS Krefeld, SV Oberbilk 09 und Wichlinghauser Kicker.

Unter dem Motto „Mehr als Fußball: Chancen und Teilhabe für alle schaffen!“ hatte der Fußballverband Niederrhein (FVN) einen Wettbewerb ausgerufen, mit dem die Integrations- und Sozialarbeit von Vereinen unterstützt und gewürdigt werden soll. Der Fokus lag dabei auf Vereinen, die in Stadtteilen oder Vierteln aktiv sind, in denen sich soziale Benachteiligung und Armutslagen konzentrieren. Der FVN verfolgt damit das Ziel, herausragendes Engagement dieser Vereine sichtbar zu machen und ihre wichtige Arbeit zu fördern. Gefördert wurde der Wettbewerb aus Mitteln des Bundesprogramms „Integration durch Sport“.

Insgesamt sind Bewerbungen von mehr als 30 Vereinen eingegangen. Fünf ausgewählte Gewinner-Vereine haben nun im Rahmen einer persönlichen Übergabe einen Derbystar-Gutscheine im Wert von jeweils 500 Euro erhalten:
 

SV Hamborn 90 (Kreis Duisburg/Mülheim/Dinslaken)

Die Arbeit im Duisburger Norden stärkt gesellschaftliche Teilhabe und baut Benachteiligungen durch niedrigschwellige Angebote, Beratung und gemeinschaftsorientierte Projekte ab. Dabei werden insbesondere Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung – vor allem Familien, Kinder und Jugendliche – bei Integration, Bildung und sozialer Teilhabe auch in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren unterstützt.

Ziel des Engagements ist es, gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen, soziale Benachteiligungen abzubauen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Der Verein möchte Integration als gegenseitigen Prozess fördern und nachhaltige Strukturen für ein solidarisches Miteinander schaffen.
 

SV Oberbilk 09 (Kreis Düsseldorf)

Der Düsseldorfer Verein bietet Mädchen aus Oberbilk und darüber hinaus einen offenen, inklusiven Zugang zum Fußball – unabhängig von Herkunft oder Leistung – und unterstützt bei bürokratischen Prozessen. Durch enge Zusammenarbeit mit Schulen, Streetwork und Partnern im Stadtteil wird die soziale Teilhabe und Gemeinschaft für alle Mädchen gefördert. 

Damit möchte der Verein allen interessierten Mädchen den Zugang zum Fußball ermöglichen und durch das gemeinsame Spielen die soziale Integration sowie ein Verständnis für unterschiedliche kulturelle Hintergründe im Stadtteil stärken.
 

Anadolu Türkspor Krefeld (Kreis Kempen/Krefeld)

Das zentrumsnahe Einzugsgebiet umfasst überwiegend armutsgefährdete Bezirke, in denen der Verein Integration fördert und Familien bei Förderanträgen, z. B. für den Kinder‑ und Jugendsport, sowie mit Patenschaften für Fußballschuhe unterstützt. Dabei arbeitet der Verein eng mit der Jugendhilfe der Stadt Krefeld sowie sozialen Trägern zusammen und richtet sich insbesondere an Kinder aus sozial benachteiligten Familien, mit Migrations- und Fluchterfahrungen.

Mit diesem Engagement möchte der Verein Kinder von der Straße auf den Fußballplatz holen und dabei den Sportgeist fördern und Vereinsleben sowie Zusammenhalt vermitteln.
 

Wichlinghauser Kickers (Kreis Wuppertal/Niederberg) 

Der Verein bietet Kindern und Jugendlichen im sozial benachteiligten Stadtteil Wichlinghausen unabhängig von Herkunft, Einkommen oder sportlichem Talent einen offenen Raum für Teilhabe, Integration und Wertevermittlung durch Fußball. Über den Sport hinaus werden Familien umfassend im Alltag unterstützt, um so Demokratie und Zusammenhalt zu fördern uns als generationenübergreifender sozialer Anker im Stadtteil zu wirken.

Das Ziel ist es, mithilfe des Fußballs soziale Integration, Chancengleichheit und Zusammenhalt zu fördern, Kinder und Jugendliche ganzheitlich zu stärken und ihnen durch Wertevermittlung, persönliche Begleitung und verantwortungsvolle Vorbilder nachhaltige Zukunftsperspektiven zu eröffnen.
 

TC Freisenbruch (Kreis Essen)

Der TC Freisenbruch arbeitet in einem sozialen Brennpunkt und erreicht mit vielfältigen Sportangeboten Kinder im Kita- und Grundschulalter – sowohl auf der eigenen Anlage als auch stadtweit an Essener Schulen und Kitas. Mit Kooperationsangeboten und eigenen Programmen soll frühzeitig Bewegung, Fußballbegeisterung und Sprachentwicklung gefördert werden. 

Mit Hilfe dieser Angebote will der Verein Kinder für Bewegung und Fußball begeistern, sie für eine Vereinszugehörigkeit gewinnen und sich gleichzeitig stärker in der Stadt sowie der Bildungslandschaft vernetzen.

 


 

Am Wettbewerb konnten alle FVN-Vereine teilnehmen, deren sportliche Heimat in sozial benachteiligten Gebieten liegt und/oder die sich besonderen Integrationsherausforderungen stellen. Dabei war ein oder mehrere der folgenden Punkte zu erfüllen:

  • Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern
  • Angebote für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien bereitstellen
  • Initiativen zur Wertevermittlung, Teilhabe oder Gewaltprävention umsetzen
  • Erfolgreiche Kooperationen mit Schulen, Kindertagesstätten oder sozialen Einrichtungen eingehen

 

Der FVN bedankt sich ganz herzlich bei allen Vereinen, die teilgenommen haben, für deren wichtiges Engagement. Gerade für Menschen mit Einwanderungs- oder Fluchterfahrung bieten Fußballvereine einen niedrigschwelligen Zugang zur Gesellschaft.

Integrations- und Sozialarbeit im Fußballverein verbindet Menschen, fördert gesellschaftliche Teilhabe und stärkt soziale Kompetenzen. Vereine übernehmen damit eine wichtige gesellschaftliche Funktion: Sie sind nicht nur Sportstätten, sondern auch Orte der Bildung, Integration und Demokratie. Gerade in einer vielfältigen Gesellschaft leisten sie einen wesentlichen Beitrag zum friedlichen und respektvollen Zusammenleben.


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