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FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer: „Für mich war das ein Highlight“

Vereinsdialog bei Union Nettetal – Rahmenterminkalender und Schiedsrichter im Fokus

15.05.2019
FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer (Mitte) zog nach dem Vereinsdialog bei Union Nettetal eine positive Bilanz.
FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer (Mitte) zog nach dem Vereinsdialog bei Union Nettetal eine positive Bilanz. - Foto: FVN

Als Anfang des Jahres der SC Union Nettetal in der Öffentlichkeit Kritik über die fehlende Kommunikation zwischen dem Verband und den Amateurvereinen äußerte, war ihm das Format des Vereinsdialogs noch nicht bekannt.

Wenige Wochen später durften dann die Vereinsvertreter des SC Union rund um den ersten Vorsitzenden Wilfried Schmitz sowie den beiden Abteilungsleitern Fußball Dirk Riether und Frank Kaesmacher Gäste vom Fußballverband Niederrhein (FVN) begrüßen. Neben Vizepräsident Jürgen Kreyer war auch der Kreisvorsitzende Willi Wittmann mit Vertretern des Kreises auf die Anlage an der Lobbericher Straße in Nettetal gekommen.

Die Sportanlage des großen Mehrspartenvereins bildet das Herzstück der erfolgreichen Fußballabteilung. Aushängeschild ist die erste Mannschaft, die aktuell in der Oberliga um den Klassenverbleib kämpft. Insgesamt stehen dem Verein neben einem Kunstrasenplatz mehrere Rasenplätze bzw. Rasenflächen zur Verfügung - gute Voraussetzungen also für den Trainings- und Spielbetrieb der mehr als 20 Mannschaften.

Die vereinseigene Anlage wird in Eigenregie gepflegt, ebenso wie das darin liegende Feriendorf. Bis zu 36 Personen können es sich in den fünf Bungalows gemütlich machen. Mit einem Grill- und Beachvolleyplatz sowie einem Zugang zu den Rasenplätzen findet man hervorragende Rahmenbedingungen für Trainingslager oder Veranstaltungen. Deshalb werden die Unterkünfte auch gerne von größeren Vereinen und Nachwuchsleistungszentren aus der Umgebung für die Vorbereitungsphasen gebucht.

Nach einem Rundgang über die Sportanlage ließen die Vertreter ihrer vorangegangen Kritik Taten folgen: Eine gute Vorbereitung, viele verschiedene Themengebiete und konstruktives hinterfragen der Abläufe in der Verbandsarbeit sorgten für einen spannenden und informativen Vereinsdialog.

Das Feriendorf auf der Platzanlage des SC Union
Das Feriendorf auf der Platzanlage des SC Union - Foto: FVN

So war z.B. ein zentrales Thema die Erstellung des Rahmenterminkalenders, der beim SC Union intensiv diskutiert wurde. Das Erläutern der verschiedenen Faktoren, die dabei berücksichtigt werden müssen, machte aber deutlich, wie wichtig der persönliche Austausch zwischen den Ebenen ist. Es konnte so ein gegenseitiges Verständnis entwickelt werden. Beim Thema Spielbetrieb waren Flexibilisierung des Spielbetriebs, Ablösesummen oder Staffelgrößen einige der wichtigsten Schlagwörter.

Die vielfältigen Angebote des Verbandes stießen beim Verein auf großes Interesse. Nachdem man erst kürzlich eine kostenlose Kurzschulung des FVN zum Thema „Erste-Hilfe“ durchgeführt hat, möchte Nettetal nun noch stärker vom Qualifizierungsangebot des Verbandes Gebrauch machen.

Ebenfalls soll die Betreuung der eigenen Schiedsrichter verbessert werden. In der gemeinsamen Runde wurden dazu Ideen und Vorschläge erarbeitet. „Schiedsrichter gehören genauso zum Verein. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen und die Schiris stärker miteinbinden“, erklärte Frank Kaesmacher.

Die Entfernung zwischen Verband und Basis, von der der Seniorenobmann Dirk Riether anfänglich sprach, konnte an dem Abend spürbar verringert werden. Aus dem Austausch zwischen allen Ebenen des Amateurfußballs am Niederrhein konnte jeder Teilnehmer etwas mitnehmen.

Während für die Vertreter der SC Union Nettetal viel Neues dabei war, konnte der Verband konkrete Anregungen für die künftige Verbandsarbeit mitnehmen. „Vielen Dank für die offenen und ehrlichen Worte. Konstruktive Kritik gibt es nie zu viel. Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Verein so großes Interesse an seinen Schiedsrichtern hat. Für mich war das ein Highlight und wir unterstützen den SC Union gerne dabei“, erklärte der ehemalige Schiedsrichter und Vizepräsident Jürgen Kreyer.

Text: Aljoscha Franzen

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