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Der Wuppertaler SV folgt dem KFC Uerdingen ins Endspiel

WSV steht nach 3:1 gegen Oberligist Monheim im Finale um den RevierSport-Niederrheinpokal

11.04.2019
3:1-Sieg im Niederrheinpokal-Halbfinale gegen den 1. FC Monheim: Der Jubel war groß bei den Spielern des Wuppertaler SV.
3:1-Sieg im Niederrheinpokal-Halbfinale gegen den 1. FC Monheim: Der Jubel war groß bei den Spielern des Wuppertaler SV. - Foto: Stefan Rittershaus

Regionalligist Wuppertaler SV hat als zweiter Teilnehmer nach dem KFC Uerdingen das Endspiel um den RevierSport-Niederrheinpokal erreicht. Der WSV behauptete sich am heutigen Mittwochabend, 10. April, mit 3:1 (1:0) gegen den Oberligisten 1. FC Monheim.

Die Wuppertaler Treffer vor 2.344 Zuschauern im WSV-Stadion am Zoo markierten Enes Topal (40.), Jan-Steffen Meier (56.) und Semir Saric (90.+3). Für die Gäste trug sich Eray Bastas (51.) in die Torschützenliste ein.

Wuppertal trifft damit im Endspiel am Samstag, 25. Mai, im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ (live in ARD) auf den Drittligisten KFC Uerdingen, der sich in seinem Halbfinale 2:0 beim Wuppertaler Ligakonkurrenten Rot-Weiss Essen durchgesetzt hatte.

Ort und Anstoßzeit des Endspiels stehen noch nicht fest und werden vom Fußballverband Niederrhein (FVN) noch bekanntgegeben.

Der Sieger des RevierSport-Niederrheinpokals qualifiziert sich für die erste Hauptrunde um den DFB-Pokal 2019/2020.

Die Besucher des Halbfinalspiels im Zoo-Stadion, darunter auch Uerdingens Trainer Frank Heinemann, hatten nach einer kurzen Abtastphase die erste Möglichkeit für den WSV gesehen. Kevin Hagemann (9.) traf aus spitzem Winkel das Außennetz. Auf der anderen Seite scheiterte Tobias Lippold (16.) mit einem Distanzschuss an Wuppertal-Schlussmann Sebastian Wickl. Ein Versuch des Monheimers Eray Bastas (20.) wurde im letzten Moment geblockt.

Auch danach hielt der Oberligist aus Monheim gut mit. Großchancen blieben hüben wie drüben aber aus – bis zur 40. Minute: Kevin Hagemann dribbelte in den Strafraum, seine scharfe Hereingabe fand Enes Topal am zweiten Pfosten. Die Nummer 61 der Wuppertaler hatte keine Mühe, den Ball aus kurzer Distanz zur Halbzeitführung ins Netz zu schieben.

2.344 Zuschauer im WSV-Stadion am Zoo sahen ein interessantes Pokalhalbfinale - mit dem besseren Ende für Regionalligist Wuppertaler SV.
2.344 Zuschauer im WSV-Stadion am Zoo sahen ein interessantes Pokalhalbfinale - mit dem besseren Ende für Regionalligist Wuppertaler SV. - Foto: Henrik Lerch

Die zweite Hälfte hätte für die Gastgeber beinahe mit einem Paukenschlag begonnen. Nach einem Fehler in der Monheimer Hintermannschaft hatte WSV-Kapitän Gaetano Manno (48.) das leere Tor vor sich, konnte den Ball jedoch nicht im Gehäuse unterbringen. Stattdessen fiel im direkten Gegenzug der Ausgleich. Wuppertal konnte den Ball bei einem Angriff des FCM nicht klären, Eray Bastas (51.) behielt im Gewühl die Übersicht und schob ein – 1:1!

Lange freuen konnten sich die von Dennis Ruess trainierten Monheimer nicht. Jan-Steffen Meier (56.) war nach einem Freistoß von Meik Kühnel zur Stelle und brachte die Gastgeber wieder in Führung. Nur wenige Sekunden lag der Ball nach einem Kopfball von Semir Saric wieder im Monheimer Netz. Der Treffer zählte aber wegen einer Abseitsstellung nicht.

Nach dem 2:1 zog sich das Team von WSV-Trainer Pascal Bieler zurück, lauerte auf Konter. Monheim versuchte, das Kommando zu übernehmen, kam aber nur selten gefährlich in Richtung Wuppertaler Tor. Das änderte Monheims Tobias Lippold in der 86. Minute, der mit einem Volleyschuss nur knapp neben das Tor zielte. Es war die vorletzte Großchance des Spiels. Unmittelbar vor Schluss schloss Saric (90.+3) einen Alleingang über das halbe Feld zum 3:1-Endstand ab.

Der Wuppertaler Sportchef Karsten Hutwelker strahlte nach dem Einzug in das Endspiel. "Jetzt haben wir am 25. Mai einen sehr wichtigen Termin", so der Ex-Profi. "Der Erfolg gegen Monheim war ein hartes Stück Arbeit. Die Art und Weise interessiert mich aber kaum. Entscheidend ist im Pokal das Weiterkommen. Und das haben wir geschafft."

Monheim-Trainer Dennis Ruess war enttäuscht. "Es war mehr für uns drin", lautete sein Fazit. "Wir haben das über weite Strecken richtig gut gemacht. Der große Unterschied war die Effektivität vor dem Tor. Da waren uns die Wuppertaler eine Nasenlänge voraus."

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Text: Thomas Palapies-Ziehn,
Fotos: Stefan Rittershaus

Der Weg des WSV ins Finale:
1. Runde: Wuppertaler SV - RWS Lohberg 13:0
2. Runde: Wuppertaler SV - SV Rees 8:0
Achtelfinale: 1. FC Bocholt - Wuppertaler SV 0:2
Viertelfinale: VfB Homberg - Wuppertaler SV 0:1
Halbfinale: Wuppertaler SV - 1. FC Monheim 3:1

Weitere Bilder vom Niederrheinpokal-Halbfinale:

Die Spieler des KFC Uerdingen freuen sich über den Einzug ins Endspiel des RevierSport-Niederrheinpokals.
Die Spieler des KFC Uerdingen freuen sich über den Einzug ins Endspiel des RevierSport-Niederrheinpokals. - Foto: MaBo Sport

Der KFC Uerdingen hat als erste Mannschaft das Endspiel des RevierSport-Niederrheinpokals erreicht. Der Drittligist setzte sich am heutigen Dienstagabend, 2. April, im Stadion Essen 2:0 (2:0) bei Regionalligist Rot-Weiss Essen durch.

Vor 10.127 Zuschauern an der Hafenstraße erzielten Stefan Aigner (6.) und Connor Krempicki (41.) die Uerdinger Tore in einem packenden Pokalfight.

Auf den Gegner im Finale des RevierSport-Niederrheinpokals, das am Samstag, 25. Mai, im Rahmen des bundesweiten „Finaltags der Amateure“ (live in der ARD) über die Bühne geht, muss Uerdingen noch einige Tage warten. Das zweite Halbfinale steigt am Mittwoch, 10. April, 19.30 Uhr, im Wuppertaler Stadion am Zoo. Der Essener Regionalliga-Konkurrent Wuppertaler SV empfängt dabei den 1. FC Monheim, den einzigen im Wettbewerb verbliebenen Oberligisten. Beide Vereine hatten das Heimrecht getauscht.

Ort und Anstoßzeit des Endspiels stehen noch nicht fest und werden vom Fußballverband Niederrhein (FVN) noch bekanntgegeben. Der Sieger des RevierSport-Niederrheinpokals qualifiziert sich für die erste Hauptrunde um den DFB-Pokal 2019/2020.

Karsten Neitzel (stehend im Vordergrund) und Rot-Weiss Essen unterlagen dem KFC Uerdingen mit 0:2.
Karsten Neitzel (stehend im Vordergrund) und Rot-Weiss Essen unterlagen dem KFC Uerdingen mit 0:2. - Foto: Henrik Lerch

Unmittelbar vor dem Anpfiff an der Essener Hafenstraße beim Duell RWE gegen den KFC sorgten beide Fan-Lager mit jeweils einer Choreografie dafür, dass die ohnehin schon gute Stimmung noch weiter angeheizt wurde.

Nach einer kurzen Abtastphase hatten die Gäste aus Uerdingen dann die erste große Möglichkeit der Partie - und gingen gleich in Führung. Einen abgefälschten Distanzschuss von Connor Krempicki konnte RWE-Schlussmann Robin Heller so gerade noch entschärfen. Gegen den Nachschuss von Ex-Bundesligaspieler Stefan Aigner aus kurzer Distanz hatte Heller dann keine Chance.

Danach entwickelte sich ein munteres Fußballspiel mit Gelegenheiten hüben wie drüben. Für den KFC tauchte Angreifer Maximilian Beister (13./27.) gefährlich vor dem Essener Tor auf. Die beste Chance auf der anderen Seite hatte Defensivspieler Noah Korczowski (39.), der bei seinem Versuch an der Latte scheiterte.

Kurz vor der Halbzeit stand wieder Beister im Mittelpunkt. Aigner luchste dem herausgeilten Heller im Strafraum den Ball ab, Beisters Schuss auf das leere Tor landete am Pfosten, doch Krempicki (41.) vollendete - 2:0 für die Gäste aus Krefeld.

In der zweiten Hälfte versuchte RWE zunächst, das Heft in die Hand zu nehmen, um den Rückstand aufzuholen. Gefährlich wurde es aber zunächst nur durch einen Kopfball von Korczowski (51.) nach einer Ecke. Danach spielte sich das Geschehen meistens zwischen den Strafräumen ab.

Uerdingens Weltmeister Kevin Großkreutz war nach dem Sieg sehr gefragt.
Uerdingens Weltmeister Kevin Großkreutz war nach dem Sieg sehr gefragt. - Foto: Henrik Lerch

In der Schlussphase gab RWE noch einmal alles, um vielleicht doch noch den Anschlusstreffer zu erzielen. Ein Tor wollte dem Rekord-Pokalsieger (neun Niederrheinpokal-Titel) aber nicht gelingen. So blieb es beim 2:0 für den KFC.

Der Erfolg im Stadion Essen war für den KFC Uerdingen der erste Sieg nach zwölf vergeblichen Versuchen in der Meisterschaft. „Es ist eine große Last von unseren Schultern gefallen“, lautete das Fazit von KFC-Trainer Frank „Funny“ Heinemann. „Es war nicht so einfach, sich nach einer so langen Serie zu fokussieren. Das ist uns in Essen gelungen. Vor allem hat man gesehen, dass wir eine Einheit sind. Ich bin mehr als zufrieden, dass wir die schwierige Aufgabe in Essen gemeistert haben und im Finale stehen. Jetzt haben wir die Chance, erstmals seit 2001 mit dem KFC in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde einzuziehen. Das ist unser Ziel.“

Essens Trainer Karsten Neitzel war enttäuscht. „Im Pokal geht es unter dem Strich nur darum weiterzukommen. Das haben wir nicht geschafft“, so der 51-Jährige. „Wir hatten uns viel vorgenommen, haben auch einen ganz guten Job gemacht und uns durch den Rückstand nicht verunsichern lassen. In einer unserer guten Phasen kassieren wir das 0:2. In der zweiten Halbzeit ist es uns dann nicht gelungen, Wucht nach vorne zu entwickeln.“

„Wir haben den Kampf angenommen“, sagte 2014-Weltmeister Kevin Großkreutz vom KFC. „Genau das ist im Pokal entscheidend. Gleichzeitig war es nach der langen Durststrecke ein erster Schritt, um wieder in die Spur zu kommen.“

RWE-Mittelfeldspieler Timo Brauer: „Wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht geschafft, den Anschlusstreffer zu erzielen und so noch einmal eine Euphorie unter den Fans zu entfachen. Wir wollten unbedingt ins Endspiel. Dass wir es verpasst haben, ist unheimlich schade.“

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Text: Thomas Palapies-Ziehn,
Fotos: MaBo Sport, Henrik Lerch

Uerdingens Weg ins Finale:
1. Runde: SSV Berghausen - KFC Uerdingen 1:8
2. Runde: ASV Süchteln - KFC Uerdingen 1:2 n.V.
Achtelfinale: Sportfreunde Baumberg - KFC Uerdingen 2:3 n.V.
Viertelfinale: ETB SW Essen - KFC Uerdingen 1:4
Halbfinale: Rot-Weiss Essen - KFC Uerdingen 0:2
Benjamin Baier (am Ball), Spielführer von Regionalligist Rot-Weiss Essen, hatte zuletzt mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen.
Benjamin Baier (am Ball), Spielführer von Regionalligist Rot-Weiss Essen, hatte zuletzt mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen. - Foto: Imago

Zwei wollen, nur einer darf: Im Stadion Essen wird am kommenden Dienstagabend, 2. April, 19.30 Uhr, der erste Finalist im RevierSport-Niederrheinpokal der Saison 2018/2019 ermittelt. Gastgeber und Regionalligist Rot-Weiss Essen fordert den Drittligisten KFC Uerdingen heraus. Der Sieger kämpft am 25. Mai beim "Finaltag der Amateure" (live in der ARD) um den Pokal und die damit verbundene Teilnahme an der ersten Hauptrunde um den DFB-Pokal. Dieses Spiel wird auf reviersport.de sowie auch auf wdr.de live gestreamt.

Das zweite Halbfinale steigt erst am Mittwoch, 10. April, 19.30 Uhr im Wuppertaler Stadion am Zoo. Der Essener Ligakonkurrent Wuppertaler SV empfängt dabei den 1. FC Monheim, den einzigen im Wettbewerb verbliebenen Oberligisten. Beide Vereine hatten das Heimrecht getauscht.

Den Essenern bietet sich im Duell zweier ehemaliger Bundesligisten gegen Uerdingen die Chance, bereits zum fünften Mal in Folge in das Finale einzuziehen. Zweimal waren die Essener dabei erfolgreich: 2016 beim 3:0 gegen den Wuppertaler SV sowie 2015 beim 6:5 im Elfmeterschießen gegen Rot-Weiß Oberhausen.

In den letzten beiden Jahren verpasste RWE dagegen den Titelgewinn beim 1:2 in Oberhausen (2018) und beim 0:2 gegen den MSV Duisburg (2017). Mit insgesamt neun Erfolgen im Niederrheinpokal (1993, 1995, 2002, 2004, 2008, 2011, 2012, 2015, 2016) sind die Essener die mit Abstand erfolgreichste Mannschaft in diesem Wettbewerb. Wuppertal belegt mit sechs Triumphen Rang zwei.

Der letzte von bisher zwei Pokalsiegen des KFC Uerdingen auf Verbandsebene liegt schon eine Weile zurück. Im Jahr 2001 gelang im heimischen Grotenburg-Stadion ein 3:0-Finalsieg gegen die SSVg. Velbert. Außerdem holte die zweite Mannschaft der Krefelder 1982 (5:2 gegen den Wuppertaler SV) den Titel. Die Profis spielten damals - noch als Bayer 05 Uerdingen - in der 2. Liga.

Der Vergleich zwischen RWE und Uerdingen ist auch das Aufeinandertreffen zweier ehemaliger DFB-Pokalsieger (Essen 1953, KFC 1985). Die Gegenwart heißt für Essen vierte Liga. Dort rangieren die Rot-Weissen, die seit Jahren einen Anlauf auf die 3. Liga starten wollen, aktuell auf dem sechsten Platz. Spitzenreiter Viktoria Köln ist auf 14 Zähler enteilt.

Gegen Uerdingen hoffen die Essener Verantwortlichen auf eine fünfstellige Kulisse. Für Trainer Karsten Neitzel sind die Rollen klar verteilt. „Der KFC ist als Drittligist sicher der Favorit“, so der 51-Jährige. „Aber schon häufig im Fußball hat der David den Goliath zu Fall gebracht. Genau das ist unser Ziel. Als Außenseiter haben wir nicht den ganz großen Druck, tun es dadurch vielleicht etwas leichter. Wichtig ist, keine Angst vor Fehlern zu haben.“

RWE-Kapitän Benjamin Baier hatte zuletzt mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen. Neitzel geht aber davon aus, dass der Mittelfeldspieler im wichtigen Pokalspiel mitmischen kann. Stürmer Kevin Freiberger hat seinen zu Saisonbeginn erlittenen Kreuzbandriss auskuriert und nähert sich der Mannschaft immer mehr an.

Drittligist KFC Uerdingen ist prominent besetzt und geht als Favorit ins Niederrheinpokal-Halbfinale bei Rot-Weiss Essen: rechts Christian Dorda, daneben Dominic Maroh.
Drittligist KFC Uerdingen ist prominent besetzt und geht als Favorit ins Niederrheinpokal-Halbfinale bei Rot-Weiss Essen: rechts Christian Dorda, daneben Dominic Maroh. - Foto: Imago

Der KFC Uerdingen war unter der Führung von Präsident und Investor Mikhail Ponomarev nach gleich zwei Aufstiegen in Folge mit erneut ambitionierten Zielen in die aktuelle Drittliga-Spielzeit gestartet. Zu Beginn mischten die Krefelder unter Aufstiegstrainer Stefan Krämer auch oben mit. Doch kurz vor der Winterpause und auch nach dem Jahreswechsel blieben die Ergebnisse aus. Die Folge: Krämer musste gehen, Norbert Meier übernahm. Doch auch dem Trainer-Routinier, der jahrelang bei Fortuna Düsseldorf an der Seitenlinie gestanden hatte, gelang es nicht, den mit ehemaligen Bundesligaspielern wie Maximilian Beister, Dominic Maroh oder 2014er-Weltmeister Kevin Großkreutz gespickten Kader zu stabilisieren. Nach nur sieben Partien mit drei Unentschieden und vier Niederlagen war auch für Meier Schluss beim KFC.

Uerdinger Trainer ist erst seit einigen Tagen Frank Heinemann, ursprünglich als Co-Trainer von Meier verpflichtet. Heinemann, viele Jahre beim VfL Bochum Co-Trainer (unter anderem von Kultcoach Peter Neururer), soll zunächst bis Saisonende die Verantwortung als Cheftrainer übernehmen. Sein Einstand war mit dem 0:0 beim abstiegsbedrohten FC Carl Zeiss Jena nicht optimal, am Freitagabend gab es zudem ein 2:4 gegen Kaiserslautern - seit insgesamt zwölf Begegnungen in der Liga warten die Krefelder dauf einen Sieg. Rang drei (Relegation) ist inzwischen sehr weit entfernt.

Nun fiebern die Krefelder dem Gastspiel im Pokal an der Hafenstraße entgegen. "Die Vorfreude auf dieses Duell ist groß", meint Heinemann. "Das wird ein Superspiel unter Flutlicht. Ich erwarte einen klassischen Pokalfight. Die Mannschaft von Rot-Weiss Essen wird ebenfalls zeigen wollen, dass sie besser ist als ihr aktueller Tabellenplatz in der Regionalliga."

Im Gegensatz zu RWE besitzt der KFC theoretisch noch eine zweite Chance auf den Einzug in den DFB-Pokal. Dafür muss Uerdingen in der Meisterschaft aber mindestens noch Rang vier erreichen. Bei acht Punkten Rückstand auf den viertplatzierten Halleschen FC ein schwieriges Unterfangen.

Der einzige Weg in den DFB-Pokal führt für Uerdingen wohl über den RevierSport-Niederrheinpokal. Nicht nur für Heinemann besitzt der große DFB-Pokal einen hohen Stellenwert. "Man kommt schließlich nicht nur in den Lostopf, sondern auch an den Geldtopf", so der aktuelle Cheftrainer. "Außerdem hätte der KFC dann die Chance, einen namhaften Gegner aus der 1. oder 2. Bundesliga zu empfangen."

Die Bilanz bei Duellen mit Uerdingen spricht für Gastgeber RWE. Seit 1971 standen sich die beiden Klubs in 36 Partien gegenüber. Essen gewann 15 Spiele, der KFC elf, Zehnmal stand ein Remis zu Buche. Der letzte Vergleich datiert vom 13. März 2018. Damals gab es in der Regionalliga West am 20. Spieltag - wie schon im Hinspiel in Krefeld - ein 2:2.

Im Niederrheinpokal stehen zwei Aufeinandertreffen in der Statistik - die Rot-Weiss beide für sich entscheiden konnte. In der Saison 2015/2016 siegte RWE beim KFC in der zweiten Runde 4:1 nach Verlängerung. Noch enger war es in der Spielzeit 2011/2012. Damals musste im Halbfinale das Elfmeterschießen (Endstand 5:2 für RWE) entscheiden.

Alle Ergebnisse des RevierSport-Niederrheinpokals auf FUSSBALL.DE

Text: Thomas Palapies-Ziehn

Der Weg von RWE ins Halbfinale:
1. Runde: Victoria Mennrath - Rot-Weiss Essen 0:1
2. Runde: Rot-Weiss Essen - FSV Vohwinkel 2:0
Achtelfinale: SSVg Velbert - Rot-Weiss Essen 1:2
Viertelfinale: Union Nettetal - Rot-Weiss Essen 0:3
Halbfinale: Rot-Weiss Essen - KFC Uerdingen 2. April, 19:30 Uhr
Der Weg vom KFC ins Halbfinale:
1. Runde: SSV Berghausen - KFC Uerdingen 1:8
2. Runde: ASV Süchteln - KFC Uerdingen 1:2 n.V.
Achtelfinale: Sportfreunde Baumberg - KFC Uerdingen 2:3 n.V.
Viertelfinale: ETB SW Essen - KFC Uerdingen 1:4
Halbfinale: Rot-Weiss Essen - KFC Uerdingen 2. April, 19:30 Uhr
Gemeinsame Besprechung in der Sportschule Wedau (von links): Thomas Klingen (FVN-Verbandsfußballausschuss), FVN-Pokalspielleiter Wolfgang Jades, FVN-Geschäftsführer Ralf Gawlack, Reinhold Dohmen (FVN-Fachausschuss Spielbetrieb), Damian Jamro (Rot-Weiss Essen), Andreas Scholten (KFC Uerdingen), Dirk Schneider (Wuppertaler SV) sowie Karim El Fahmi und Karl-Peter Ruess (beide 1. FC Monheim).
Gemeinsame Besprechung in der Sportschule Wedau (von links): Thomas Klingen (FVN-Verbandsfußballausschuss), FVN-Pokalspielleiter Wolfgang Jades, FVN-Geschäftsführer Ralf Gawlack, Reinhold Dohmen (FVN-Fachausschuss Spielbetrieb), Damian Jamro (Rot-Weiss Essen), Andreas Scholten (KFC Uerdingen), Dirk Schneider (Wuppertaler SV) sowie Karim El Fahmi und Karl-Peter Ruess (beide 1. FC Monheim). - Foto: Matthias Dransfeld

Der Fußballverband Niederrhein (FVN) hat die beiden Halbfinalpartien im RevierSport-Niederrheinpokal der Saison 2018/2019 angesetzt.

In einem ausführlichen Gespräch von FVN-Pokalspielleiter Wolfgang Jades mit Vertretern der beteiligten Vereine am gestrigen Dienstagnachmittag, 26. Februar, in der Sportschule Wedau einigten sich Verband und Vereine auf die folgenden Spieltermine:

  • Rot-Weiss Essen (Regionalliga) – KFC Uerdingen (3. Liga) am Dienstag, 2. April, 19:30 Uhr, im Stadion Essen
  • Wuppertaler SV (Regionalliga) - 1. FC Monheim (Oberliga) am Mittwoch, 10. April, 19:30 Uhr, im Stadion am Zoo in Wuppertal (in Absprache mit den Sicherheitsbehörden wurde hier das Heimrecht getauscht)

In diesen Halbfinals werden die Teilnehmer des Niederrheinpokal-Endspiels am bundesweiten Finaltag der Amateure am Samstag, 25. Mai, ermittelt, der von der ARD live im Fernsehen übertragen wird. Ort und Anstoßzeit des Niederrheinpokal-Endspiels stehen noch nicht fest.

Hinweis: Für den möglich Fall, dass der KFC Uerdingen ins Finale des RevierSport-Niederrheinpokals einziehen und die 3. Liga auf einem der ersten vier Tabellenplätze abschließen sollte (und somit über die Meisterschaft für den DFB-Pokal 2019/2020 qualifiziert ist), wäre auch Uerdingens Endspielgegner – also entweder der Wuppertaler SV oder der 1. FC Monheim – ebenso sicher in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2019/2020 dabei.

Hier der RevierSport-Niederrheinpokal auf FUSSBALL.DE

Text: Henrik Lerch

Diese beiden Paarungen wurden bei der Halbfinal-Auslosung im Homberger PCC-Stadion gezogen.
Diese beiden Paarungen wurden bei der Halbfinal-Auslosung im Homberger PCC-Stadion gezogen. - Foto: Henrik Lerch

Nachdem am Sonntagnachmittag, 10. Februar, beim VfB Homberg der vierte und letzte Viertelfinalist des RevierSport-Niederrheinpokals der Saison 2018/2019 ermittelt wurde (Wuppertaler SV), konnte der Fußballverband Niederrhein (FVN) direkt im Anschluss im PCC-Stadion die Auslosung fürs Halbfinale vornehmen.

Unter der Leitung von Wolfgang Jades, Präsidiumsmitglied und Pokalspielleiter des FVN, zog Ursula Schneider aus dem FVN-Frauenfußballausschuss die folgenden zwei Partien:

Rot-Weiss Essen (Regionalliga) - KFC Uerdingen (3. Liga)

1. FC Monheim (Oberliga) - Wuppertaler SV (Regionalliga)

Die Terminierung der beiden Partien wird seitens des FVN in Absprache mit den beteiligten Vereinen schnellstmöglich erfolgen und hier auf fvn.de bekanntgegeben. Es wird unter der Woche im April gespielt (also Dienstag/Mittwoch), jedoch nicht wie vorgesehen am 2./3. April.

In den beiden Halbfinals werden die Teilnehmer des RevierSport-Niederrheinpokal-Endspiels am bundesweiten Finaltag der Amateure am Samstag, 25. Mai, ermittelt, der von der ARD live im Fernsehen übertragen wird. Der Endspielort des RevierSport-Niederrheinpokals steht noch nicht fest.

Hinweis: Für den möglich Fall, dass der KFC Uerdingen ins Finale des RevierSport-Niederrheinpokals einziehen und die 3. Liga auf einem der ersten vier Tabellenplätze abschließen sollte (und somit über die Meisterschaft für den DFB-Pokal 2019/2020 qualifiziert ist), wäre auch Uerdingens Endspielgegner – also entweder der Wuppertaler SV oder der 1. FC Monheim – ebenso sicher in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals 2019/2020 dabei.

Hier gibt's die Halbfinal-Auslosung im Video zu sehen

Hier die Highlights des Viertelfinalspiels VfB Homberg - Wuppertaler SV (0:1) im Video

Der RevierSport-Niederrheinpokal im Überblick auf FUSSBALL.DE

Text und Fotos: Henrik Lerch

Hier einige Bilder vom Viertelfinalspiel des VfB Homberg gegen den Wuppertaler SV:

Wuppertals Kevin Hagemann bejubelt seinen Siegtreffer im Pokal-Viertelfinale beim VfB Homberg.
Wuppertals Kevin Hagemann bejubelt seinen Siegtreffer im Pokal-Viertelfinale beim VfB Homberg. - Foto: FUSSBALL.DE, Henrik Lerch / Collage: FVN

Kevin Hagemann war der Mann des Tages im PCC-Stadion in Duisburg-Homberg: Der 28- jährige Stürmer des Wuppertaler SV traf am heutigen Sonntag, 10. Februar, in der 18. Minute des Viertelfinalspiels des RevierSport-Niederrheinpokals mit einem Kunstschuss an die Unterkante der Latte des Tores des VfB Homberg - der Ball landete hinter der Linie und es stand 1:0 für den Regionalligisten. Hier das Traumtor im Video.

Diesen Spielstand rettete der Favorit von Trainer Adrian Alipour mit einer blitzsauberen Defensivleistung über die 90 Minuten und zog dadurch als viertes und letztes Team ins Halbfinale des Verbandspokals der Saison 2018/2019 ein. In der Runde der letzten Vier treffen Hagemann und Co. auswärts auf Oberligist 1. FC Monheim.

1.200 Zuschauer sahen in Homberg eine intensive, ausgeglichene Partie. Der gastgebende Oberliga-Tabellenführer spielte auf Augenhöhe mit dem Regionalliga-Sechsten. Es gab viele Zweikämpfe, viele Duelle im Mittelfeld. Der tiefe, aber ordentlich bespielbare Rasen war nichts für feine Techniker. Mit dem ersten Torschuss auf der Homberger Gehäuse von Keeper Philipp Gutkowski ging der Wuppertaler SV in Führung und verdiente sich diese durch zwei, drei passable Torchancen in der zweiten Hälfte: Einen starken Freistoß von WSV-Neuzugang Viktor Maier beispielsweise entschärfte Gutkowsky (55.), ebenso den Kopfball des eingewechselten Dennis Malura (80.).

Auf der Gegenseite musste Wuppertals Torwart Sebastian Wickl einzig bei Danny Rankls Flachschuss aus zehn Metern wirkllich eingreifen. Die Homberger rannten an, probierten alles, so richtig gefährlich im Wuppertaler Strafraum wurden sie jedoch nicht.

Hier die Statistik zum Spiel: VfB Homberg - Wuppertaler SV 0:1

Hier die Highlights des Spiels im Video

"Uns haben die klaren Chancen gefehlt. Wuppertal hat überragend verteidigt", sagt Hombergs Coach Stefan Janßen. "Leider ist der Weg im Niederrheinpokal für uns nun zu Ende. Das ist schade, ich hätte sehr gerne das Halbfinale gespielt. Die Niederlage wird meine Mannschaft aber nicht umhauen."

Ein Wort des Lobes wollte Janßen aber trotz der Niederlage noch loswerden: "Unseren Ehrenamtlern, die den Rasen im PCC-Stadion spielfähig gemacht haben, ist absolut zu danken. Das war grandios."

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Text und Fotos: Henrik Lerch

Hier einige Bilder vom Viertelfinalspiel des VfB Homberg gegen den Wuppertaler SV:

Weitere Fotos vom Niederrheinpokal-Halbfinale in Essen:

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