Fußballverband Niederrhein e.V.
Mein Team. Mein Verein. Meine Heimat.

"Wir dürfen alles, müssen es aber alleine machen": Besuch beim TSV Ronsdorf

Der FVN um Präsident Peter Frymuth war zu einem besonderen Vereinsdialog zu Gast in Wuppertal

29.11.2018
FVN-Präsident Peter Frymuth (6.v.re.), FVN-Geschäftsführer Ralf Gawlack (2.v.li.) und Kreisvorsitzender Stefan Langerfeld (li.) kamen zum Vereinsdialog zum TSV Ronsdorf um den Vorsitzenden Alexander Schmidt (5.v.li.).
FVN-Präsident Peter Frymuth (6.v.re.), FVN-Geschäftsführer Ralf Gawlack (2.v.li.) und Kreisvorsitzender Stefan Langerfeld (li.) kamen zum Vereinsdialog zum TSV Ronsdorf um den Vorsitzenden Alexander Schmidt (5.v.li.). - Foto: Aljoscha Franzen

Der Fußballverband Niederrhein (FVN) durfte vor kurzem den TSV Ronsdorf 05 e.V. auf seiner Sportanalage an der Parkstraße in Wuppertal besuchen. Alexander Schmidt, der erste Vorsitzende des Vereins, begrüßte neben dem FVN-Präsidenten Peter Frymuth auch den FVN-Geschäftsführer Ralf Gawlack sowie den Vorsitzenden des Kreises Wuppertal-Niederberg, Stefan Langerfeld, zum Vereinsdialog.

Die gesamte Sportanlage ist im Privateigentum des Vereines, deshalb gibt es hier ganz andere Voraussetzungen für die Vereinsarbeit und für einen wieder mal besonderen Vereinsdialog. Mit den Worten "Wir dürfen alles … müssen es aber allein machen", beschreibt Schmidt die Situation des TSV sehr treffend. Während die komplette Entscheidungsfreiheit für einen Verein viele Vorteile mit sich bringt, können gleichzeitig vermeintlich einfache Reparaturmaßnahmen auf der Platzanlage mit sehr hohem Aufwand verbunden sein. So wird beispielsweise der Austausch einer defekten Flutlichtlampe nicht von der Stadt vorgenommen, wie es auf vielen städtischen Anlagen der Fall ist, sondern ist beim TSV Ronsdorf mit hohen Kosten und viel Aufwand verbunden.

Ein Aufwand, der nur über die gute Vereinskultur und mit dem ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder zu leisten ist.
Die große Ü-Fußballabteilung des Vereins, mit mehr als 70 Mitgliedern, übernimmt dabei immer wieder viele wichtige Aufgaben. Die Fähigkeiten und das Netzwerk jedes Einzelnen sind dafür notwendig.

Darüber hinaus nutzen die Ronsdorfer verschiedene Kooperationen, um sich nicht nur breit aufzustellen, sondern sich auch den eigenen Vereinsalltag zu erleichtern. So hat der Austausch mit der naheliegenden Jugendvollzugsanstalt nicht nur sportliche Gründe, sondern kann auch eine präventive Wirkung gegen Gewalt auf den Fußballplätzen für die Spieler haben. Auch die weiteren Kooperationen mit der Jugendgerichtshilfe oder der Diakonie helfen dem Verein und bieten den Mitgliedern, etwa durch Feriencamps, einen besonderen Mehrwert.

EIn Kabinengespräch beim TSV Ronsdorf.
EIn Kabinengespräch beim TSV Ronsdorf. - Foto: Aljoscha Franzen

„Ich begleite den TSV Ronsdorf bereits seit zehn Jahren und kann die Kommunikation mit einem guten geführten Verein mit kompetenten Leuten besonders hervorheben“, lobte Stefan Langerfeld den Vorstand und die Arbeit, die dort tagtäglich geleistet wird. Eine Kommunikationskultur, die nach dem Vereinsdialog nicht nur auf Kreisebene sondern auch Verbandsebene intensiviert werden soll.

Natürlich wird auf dem Kunstrasen des Vereins mit insgesamt 19 Mannschaften auch intensiv Fußball gespielt. Mit knapp 60 ehrenamtlichen Trainern und Betreuern ist der Verein sehr gut aufgestellt und möchte wieder an erfolgreiche Zeiten anknüpfen. So konnten man in den vergangenen Jahren immer wieder erfolgreich Jugendmannschaften in den Niederrheinligen stellen und sich bei den Senioren in der Bezirks- und Landesliga etablieren.

Ein wichtiger Schritt beim Erreichen der gesetzten Ziele soll die Qualifizierung der Trainer sein. Über das kostenlosen Kurzschulungsprogramm „Der Verband kommt in den Verein“ oder Vereinsservice auf FUSSBALL.DE möchte man hier die nächsten Schritte gehen und den Einstieg, in die Weiterbildungsangebote, für die Trainer erleichtern.

Außerdem konnten viele Hintergründe und Abläufe der Verbandsarbeit u.a. zum Schiedsrichterwesen, dem Spielbetrieb oder dem Passwesen erklärt werden. Punkte, die auch zukünftig über den kurzen Kommunikationsweg schnell geklärt werden können. Eine Möglichkeit, die leider immer noch nicht alle Vereine für sich nutzen. So wies Peter Frymuth darauf hin, dass das Team des FVN den Vereinen gerne zur Unterstützung und Beratung zur Verfügung steht.

Der Vereinsvorsitzende Alexander Schmidt beendete den Abend und bedankte sich bei den Gästen des FVN für einen offen Austausch und das große Engagement, das dahinter steckt.

Text & Fotos: Aljoscha Franzen

Ihr möchtet auch, dass der Fußballverband Niederrhein zu einem Vereinsdialog auf Eure Anlage kommt?
Dann bewerbt Euch dafür hier bei uns!

Hier weitere Bilder vom Vereinsdialog beim TSV Ronsdorf:

Nach oben