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Zwölf Spiele unbesiegt: Sportfreunde Baumberg zurück auf Rang zwei

Oberliga Niederrhein, 14. Spieltag: 1.400 Fans sehen 1:1 im Spitzenspiel zwischen Homberg und Bocholt

05.11.2018
In der Tabelle zieht der VfB Homberg weiter einsam seine Kreis. Die Sportfreunde Baumberg sind mit fünf Punkten Rückstand nun erster Verfolger.
In der Tabelle zieht der VfB Homberg weiter einsam seine Kreis. Die Sportfreunde Baumberg sind mit fünf Punkten Rückstand nun erster Verfolger. - Foto: FUSSBALL.DE

Die Oberliga Niederrhein ist die höchste vom Fußballverband Niederrhein (FVN) organisierte Spielklasse. Die 18 Teams dieser fünften Liga kämpfen gegen den Abstieg in zwei Landesligen und um den Aufstieg in die Regionalliga West - hier ein Lagebericht nach dem 14. Spieltag am vergangenen Wochenende.

Drei Tage nach dem 1:1 im vorgezogenen Gipfeltreffen an Allerheiligen zwischen dem Spitzenreiter VfB Homberg und dem bisherigen Tabellenzweiten 1. FC Bocholt vor 1.400 Zuschauern haben die Verfolger am Sonntag ihre Ambitionen unter Beweis gestellt. Die Mannschaft der Stunde in der Oberliga Niederrhein bleibt die SSVg Velbert, die am 14. Spieltag den dritten Dreier in Folge holte. Homberg aber noch dichter im Nacken sitzen aktuell die Sportfreunde Baumberg.

Mit einem 3:0 (1:0) daheim über TuRU Düsseldorf haben sich die Monheimer im Kampf um den Aufstieg in die Regionalliga zurück gemeldet. Louis Klotz (18.) und Jannik Weber mit einem Doppelschlag (53./Elfmeter, 62.) sorgten für gute Laune in Baumberg. Für die Mannschaft von Trainer Francisco Carrasco war es nunmehr die zwölfte Meisterschaftspartie hintereinander ohne Niederlage. Nächsten Sonntag kommt es für die Sportfreunde dann in Bocholt zur Reifeprüfung.

Gut erholt von einem kleinen Tief mit zwei Heimniederlagen hintereinander gegen jene Baumberger sowie gegen Germania Ratingen zeigt sich inzwischen die SSVg Velbert. Der Matchwinner für die Truppe von Ex-Köln-Profi Alexander Voigt beim 2:0 (1:0) beim Aufsteiger 1. FC Kleve war Leroy-Jacques Mickels. Der 23-jährige vorherige Monheimer, in der Jugend des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach ausgebildet, erzielte am Bresserberg beide Tore (39., 76.) für Velbert und kommt nun schon auf sechs Saisontreffer. "Ich bin hierher gekommen, um aufzusteigen. Wir haben eine super Truppe, mit der nur die Regionalliga das Ziel sein kann", erklärte ein selbstbewusster Mickels nach dem Abpfiff gegenüber RevierSport.

Im Kampf um den Klassenerhalt treten hingegen die abstiegsgefährdeten Kandidaten auf der Stelle. Mit jeweils einem Unentschieden schlugen sich der VfB Speldorf (1:1 bei Union Nettetal), der TV Jahn Hiesfeld (0:0 beim SC Velbert), der SC West (1:1 gegen den 1. FC Monheim) und das Schlusslicht FSV Duisburg (3:3 gegen den starken Neuling TSV Meerbusch) zwar allesamt achtbar, doch bringt es keine Mannschaft da unten so richtig weiter. Für die Düsseldorfer war es die erste Partie unter ihrem neuen Coach Ranisav Jovanovic. Der Ex-Profi von Fortuna Düsseldorf hatte in der vorigen Woche das Traineramt in Oberkassel übernommen. "Ich glaube, so gut wie heute hat sich das Team schon lange nicht mehr präsentiert", sagte Jovanovic nach dem Remis gegen Monheim gegenüber der Westdeutschen Zeitung und fügte hinzu: „Die Jungs waren diszipliniert, haben aus dem Spiel heraus nur ganz wenig zugelassen und nach vorne zwischendurch ordentliche Ansätze gezeigt. Das hat mir sehr gut gefallen."

Für das Quartett aus dem Tabellenkeller wird der Kampf um den Verbleib in der Oberliga Niederrhein nicht leichter. Am kommenden Wochenende haben es Speldorf und Hiesfeld daheim mit den Spitzenteams Homberg beziehungsweise SSVg Velbert zu tun, der FSV Duisburg muss nach Monheim (alle schon Samstag), der SC West ist am Sonntag in Schonnebeck gefordert.

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Text: FVN

"Egal ob 1:0 oder 7:1, es gibt immer nur drei Punkte": Velbert-Coach Alex Voigt bleibt auch nach dem Kantersieg gegen den FSV Duisburg gelassen.
"Egal ob 1:0 oder 7:1, es gibt immer nur drei Punkte": Velbert-Coach Alex Voigt bleibt auch nach dem Kantersieg gegen den FSV Duisburg gelassen. - Foto: Getty Images

Die Oberliga Niederrhein ist die höchste vom Fußballverband Niederrhein (FVN) organisierte Spielklasse. Die 18 Teams dieser fünften Liga kämpfen gegen den Abstieg in zwei Landesligen und um den Aufstieg in die Regionalliga West - hier ein Lagebericht nach dem 13. Spieltag am vergangenen Wochenende.

Velbert, Nettetal und Speldorf heißen die Gewinner des 13. Spieltags in der Oberliga Niederrhein. Obwohl sich der immer noch souveräne Spitzenreiter VfB Homberg mit einem 2:2 (0:0) bei TuRU Düsseldorf trotz zweimaliger Führung das zweite Unentschieden in Folge leistete, konnten die Verfolger kaum Boden auf die Duisburger gut machen. Die einzige Ausnahme: die SSVg Velbert.

Mit 7:1 (2:1) fertigte der frühere Regionalligist den FSV Duisburg ab. Dabei ging das beinahe schon hoffnungslos abgeschlagene Schlusslicht in der Christopeit-Sport-Arena sogar bereits nach zwei Minute durch Can Serdar in Führung. Alperen Sahin, Max Machtemes, Pascale Talarski (jeweils zwei Treffer) und Leroy-Jacques Mickels drehten den Spieß allerdings komplett um. „Egal ob 1:0 oder 7:1, es gibt immer nur drei Punkte“, stellte Velberts Coach Alexander Voigt nachher gegenüber RevierSport nüchtern fest. Im Duell der ehemaligen Ex-Profis – Voigt für den 1. FC Köln und auf der anderen Seite Erhan Albayrak unter anderem für Werder Bremen – musste der Gästecoach hingegen ernüchtert feststellen: „Ich hoffe, wir lernen daraus. Aber mit der Einstellung von einigen werden wir in dieser Liga sang- und klanglos untergehen.“

Während sich die SSVg Velbert mit dem zweiten Dreier in Folge auf Rang vier vorschieben konnte, landete von den ersten Fünf in der Oberliga Niederrhein kein weiteres Team einen Sieg. Die Sportfreunde Baumberg musste sich beim 3:3 in Hilden ebenso mit einem Punkt zufrieden geben wie Aufsteiger Meerbusch (0:0 gegen den Tabellenvorletzten SC Düsseldorf-West).

Noch weniger zufrieden waren sie am Sonntag aber in Bocholt. Nach zuletzt drei Siegen hintereinander ließ sich der Tabellenzweite von Union Nettetal die Punkte vom Hünting entführen. 2:1 gewann der Neuling beim favorisierten 1. FC, den André Bugla in der 17. Minute zunächst in Führung brachte. Bastian Levels sorgte mit einem Doppelschlag (69., 79.) für Freude bei den Gästen aus Nettetal. „Das war ein klasse Auswärtsspiel meiner Mannschaft. Unter dem Strich war der Sieg mit Blick auf die Torchancen sogar verdient. Wir haben an die gute Leistung aus dem Spiel gegen TuRU angeknüpft“, meinte Union-Coach Andreas Schwan anschließend gegenüber der Rheinischen Post und ergänzte: „Ich bin richtig stolz auf die Truppe. In Bocholt, beim Tabellenzweiten, gewinnt man nicht alle Tage.“

Pierre Nowitzki brachte den VfB Speldorf mit zwei Toren auf die Siegerstraße.
Pierre Nowitzki brachte den VfB Speldorf mit zwei Toren auf die Siegerstraße. - Foto: FUSSBALL.DE

Jubel auch in Mülheim: Der VfB Speldorf verschaffte sich mit einem 3:0 (1:0)-Erfolg über den SC Velbert Luft im Kampf um den Klassenerhalt. Pierre Nowitzki brachte die Truppe von Trainer Christian Mikolajczak bereits nach 60 Sekunden in Führung, ehe der Kumpel von Weltmeister Julian Draxler in der 56. Minute das 2:0 nachlegte. André Trienenjost besorgte in der 74. Minute den Endstand. „Ich bin sehr stolz auf meine Jungs und denke, dass der Sieg aufgrund der Art und Weise auch eine Signalwirkung haben kann“, befand Ex-Profi Mikolajczak nach der Partie. „Speldorf hat die Tore immer zur richtigen Zeit erzielt und wir haben unsere Chancen einfach nicht genutzt. Das ist aktuell unser größtes Manko“, erklärte hingegen Velberts Coach Ralf vom Dorp. Nach überragendem Saisonstart und dem groß gefeierten 2:1-Sieg im Derby gegen den Nachbarn SSVg Velbert befindet sich der Aufsteiger auf einem rasanten Sinkflug. Drei Niederlagen in Serie und nur zwei Punkte aus den vergangenen sieben Partien haben den SC Velbert hart auf dem Boden der Tatsachen aufschlagen lassen.

Einen Dämpfer nach zwischenzeitlichem Höhenflug musste Schwarz-Weiß Essen am Sonntag hinnehmen. Das Derby in Schonnebeck ging mit 1:2 (0:0) verloren. Vor 447 Zuschauern am Schetters Busch schoss Marc Enger die Spielvereinigung zum Prestigeerfolg, nachdem der ETB durch Malek Fakhro in der 68. Minute in Führung gegangen war und Luka Bosnjal für Schonnebeck der 1:1-Ausgleichstreffer (75.) gelungen war. „Diesmal tut mir meine Mannschaft leid, weil die Serie zu Ende gegangen ist und wir uns nach dem schwachen Saisonstart im Aufwind befanden“, resümierte ETB-Trainer Manfred Wölpper. Die Schwarz-Weißen hatten zuvor drei Spiele in Folge gewonnen.

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Text: FVN

Dank Doppeltorschütze Danny Rankl ist Oberliga-Spitzenreiter VfB Homberg weiter ungeschlagen.
Dank Doppeltorschütze Danny Rankl ist Oberliga-Spitzenreiter VfB Homberg weiter ungeschlagen. - Foto: Volker Nagraszus

Die Oberliga Niederrhein ist die höchste vom Fußballverband Niederrhein (FVN) organisierte Spielklasse. Die 18 Teams dieser fünften Liga kämpfen gegen den Abstieg in zwei Landesligen und um den Aufstieg in die Regionalliga West - hier ein Lagebericht nach dem 12. Spieltag am vergangenen Wochenende.

Die Konkurrenz in der Oberliga Niederrhein atmet auf: Der VfB Homberg ist doch noch nicht in anderen Sphären unterwegs und hat am 12. Spieltag erstmals eine kleine Schwäche gezeigt. Nach 31 Punkten aus den ersten elf Partien und zuletzt dem so überzeugenden 4.2-Sieg in Schonnebeck standen die Duisburger am Samstag knapp vor ihrer ersten Niederlage.

Beim 3:3 (0:2) gegen den VfB Hilden rettete Danny Rankl dem Spitzenreiter mit einem Doppelschlag (72./73.) immerhin wenigstens einen Punkt. Pascal Weber (6.) und Talha Demir (34.) brachten die 03er im PCC-Stadion in Führung, ehe Patrick Dertwinkel in der 57. Minute der Anschlusstreffer für Homberg gelang. Fabian zur Lindens Tor zum 3:1 für Hilden egalisierte dann Rankl im Alleingang. „Ich bin nicht so vermessen zu sagen, dass wir eine Übermannschaft sind, die alle hier in Grund und Boden spielen“, stellte VfB-Trainer Stefan Janßen nach dem Abpfiff gegenüber der Neuen Ruhr Zeitung (NRZ) klar.

Und der Gast aus Hilden? Der steht zwar als Tabellen-14. nur knapp über dem Strich, der die Abstiegsplätze markiert, konnte aber bereits mit zwei spektakulären Erfolgen bei den Top-Teams Schonnebeck (5:3) und Bocholt (4:0) beweisen, wozu er gerade auswärts fähig ist. „Ein Dreier beim Tabellenführer wäre ein großes Zeichen an den Rest der Liga gewesen“, trauerte 03-Coach Marc Bach gegenüber der Rheinischen Post (RP) der verpassten Chance auf einen echten Big Point hinterher.

Die Gunst der Stunde nutzte der 1. FC Bocholt, um den Abstand zum Oberligaprimus Homberg auf nunmehr fünf Punkte zu verkürzen. Die Schwarz-Weißen setzten sich ebenfalls schon am Samstag mit 3:0 (0:0) beim SC Velbert durch. Lars Bleker (53.), André Bugla (78.) und Dominik Göbel (82.) schossen den ungefährdeten Dreier für den Tabellenzweiten heraus und sorgten sportlich für einen gelungenen Auftakt zur Kirmes in der Heimat. Der so stark in die Serie gestartete Aufsteiger Velbert macht derweil eine ziemliche Durststrecke durch. Seit dem 2:1-Sieg am 8. September im Derby gegen die SSVg Velbert konnte der Oberliga-Neuling in sechs Spielen nur zwei Punkte einfahren.

Kleves Tim Haal leitete mit seinem Treffer den 4:0-Auswärtssieg beim FSV Duisburg ein.
Kleves Tim Haal leitete mit seinem Treffer den 4:0-Auswärtssieg beim FSV Duisburg ein. - Foto: FUSSBALL.DE

Den umgekehrten Weg hat derweil Schwarz-Weiß Essen eingeschlagen. Der ETB, in den ersten sechs Begegnungen ohne Dreier und mit nur einem Zähler auf der Habenseite, holte aus den letzten fünf Matches starke 13 Punkte. Am Sonntag schickte die Elf von Trainer-Routinier Manfred Wölpper den 1. FC Monheim mit 4:1 (2:1) vom Uhlenkrug nach Hause. Robin Fechner (15.) und Athanasios Tsourakis (19.) brachten die Essener schnell in Führung, bevor Tobias Lippold per Elfmeter (36.) für die Gäste verkürzen konnte. Robin Riebling (48.) und Ömer Erdogan (59.) mit einem Traumtor aus 35 Metern unter die Latte machten nach der Pause aber für den ETB alles klar. „Ich bin im Moment rundum glücklich. Wir haben jetzt nicht brilliert, aber ich denke dass es sicher eingefahren war, so wie die letzten Spiele auch“, strahlte Wölpper auf der anschließenden Pressekonferenz. Mit nunmehr 14 Punkten haben sich die Schwarz-Weißen inzwischen etwas vom ersten Abstiegsplatz abgesetzt.

Die letzten vier Ränge, die nach dem Ende der Saison den bitteren Gang in die Landesliga bedeuten, belegen nach wie vor Hiesfeld, Speldorf, Düsseldorf-West und der FSV Duisburg. Das Schlusslicht ging gegen Mitaufsteiger 1. FC Kleve in der Schlussphase mit 0:4 (0:0) ein. Tim Haal (68.), Yusuke Unoki (77.), Michel Wesendonk (84.) und Pascal Hühner (88.) sorgten für den letztlich hohen Auswärtsdreier für das Team von Coach Ümit Akpinar. „Wir haben lange sehr gut mitgehalten, sind dann aber wieder eingebrochen. Das geht nicht. Da muss sich jeder Einzelne hinterfragen, woran das liegt“, zeigte sich derweil FSV-Trainer Erhan Albyarak enttäuscht. Angesichts von bereits neun Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz werden die Aussichten für die Duisburger im Tabellenkeller immer düsterer.

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Text: FVN

Oberliga Niederrhein anstatt Bundesliga oder Nationalmannschaft: Leon Goretzka war am Sonntag zu Gast bei der Spvg Schonnebeck.
Oberliga Niederrhein anstatt Bundesliga oder Nationalmannschaft: Leon Goretzka war am Sonntag zu Gast bei der Spvg Schonnebeck. - Foto: Getty Images

Die Oberliga Niederrhein ist die höchste vom Fußballverband Niederrhein (FVN) organisierte Spielklasse. Die 18 Teams dieser fünften Liga kämpfen gegen den Abstieg in zwei Landesligen und um den Aufstieg in die Regionalliga West - hier ein Lagebericht nach dem 11. Spieltag am vergangenen Wochenende.

Erst Emre Can und jetzt Leon Goretzka: Die Spielvereinigung Schonnebeck kann sich über Prominenz nicht beklagen. Im Gegensatz zu Nationalspieler Emre Can aber, dessen Namensvetter im Essener Norden kickt, war am gestrigen Sonntag, 14. Oktober, der echte Leon Goretzka am Schetters Busch. Der Bayern-Star und derzeit angeschlagene Confed Cup-Sieger von 2017 nutzte das spielfreie Wochenende in der Bundesliga für einen Heimatbesuch bei seiner Familie in Bochum – und bei seinem Kumpel Marius Müller.

Der 22-Jährige ist, wie es sich für einen Fußballer mit diesem Nachnamen gehört, Stürmer und Torjäger. Auch vor den Augen Goretzkas bewährte sich Marius Müller als Vollstrecker, war nach dem Abpfiff dennoch bedient. Schließlich konnten auch die Schonnebecker den Lauf des VfB Homberg nicht stoppen und kassierten gegen den souveränen Oberliga-Primus eine 2:4-Niederlage. Es stand schon 4:0 für die Gäste aus Duisburg, als Marius Müller in der 74. und 87. Minute nur noch für eine kleine Ergebniskorrektur sorgen konnte. Vorher machten bereits Kapitän Dennis Wibbe (16., 32. und 58.) sowie Metin Kücukarslan (51.) klar, dass der einmal mehr überragende VfB Homberg in dieser Saison anscheinend in einer anderen Klasse unterwegs ist.

„Ich hätte auf die zwei Tore gerne verzichtet, wenn wir dafür drei Punkte eingefahren hätten“, zeigte sich Marius Müller nachher zerknirscht. Leon Goretzka ließ es sich dennoch nicht nehmen, seinen Freund zu loben. „Ich sage nur eins zum Spiel: Marius Müller war der beste Spieler auf dem Platz“, erklärte der Nationalspieler gegenüber reviersport.de.

Niederlage trotz Doppelpack: Goretzka-Kumpel Marius Müller von der Spvg Schonnebeck.
Niederlage trotz Doppelpack: Goretzka-Kumpel Marius Müller von der Spvg Schonnebeck. - Foto: FUSSBALL.DE

In der Torjägerliste der Oberliga, die Baumbergs Robin Hömig nun mit zehn Treffern anführt, liegen Müller und Hombergs Wibbe gleichauf mit je acht Treffern auf dem dritten Platz.

Neuer Verfolger des VfB, allerdings weiter mit sieben Punkten Rückstand auf Homberg, ist der 1. FC Bocholt. Während sich der vorherige Tabellenzweite Sportfreunde Baumberg bereits am Samstag mit einem 3:3 (2:3) im Derby beim 1. FC Monheim begnügen musste, löste Bocholt die Heimaufgabe gegen den neuen Vorletzten VfB Speldorf mit einem deutlichen 4:1 (3:0) -Sieg. Daniel Neustädter, Bruder des russischen Nationalkickers Roman Neustädter, brachte die Jungs vom Hünting früh auf die Siegerstraße.

Das Team der Stunde in der Oberliga Niederrhein – natürlich neben dem Spitzenreiter Homberg – heißt allerdings TuRU Düsseldorf: Gegen den stark in die Serie gestarteten, doch zuletzt etwas schwächelnden Aufsteiger SC Velbert fuhren die Oberbilker den nächsten 3:1 (1:0) -Erfolg ein. Antonio Munoz per Foulelfmeter und in der Schlussphase zweimal Jacub Przybylko trafen für die Landeshauptstädter. Joshua Sumbunu schaffte das zwischenzeitliche 1:1 für Velbert. Für den neuen Tabellenvierten TuRU war es nicht nur der vierte Dreier aus den letzten fünf Partien, sondern auch in Hilden, gegen Hiesfeld und den 1. FC Bocholt hatte TuRu jeweils mit 3:1 gewonnen. Zwischendurch hatte TuRU beim VfB Speldorf 3:3 gespielt - die Düsseldorfer haben also in den vergangenen fünf Partien jeweils drei Treffer erzielt.

Im Tabellenkeller kommt hingegen der TV Jahn nicht von der Stelle. Auch gegen das Liga-Schlusslicht FSV Duisburg reichte es für die Dinslakener nur zu einem 1:1 (1:0). „Wer das Spiel sieht, weiß, warum beide Mannschaften da unten stehen“, meinte Hiesfelds Fußball-Abteilungsleiter Gerd Ott schon zur Pause im Gespräch mit der Neuen Rhein/Ruhr Zeitung. Kevin Krystofiaks frühe Führung (12.) egalisierte Güngör Kaya in der 65. Minute mit dem 1:1 für die Truppe von FSV-Coach Erhan Albayrak.

Schon am nächsten Sonntag geht es für Hiesfeld mit einem weiteren Duell gegen einen Abstiegskonkurrenten weiter – dann in Mülheim beim VfB Speldorf.

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Text: FVN

Souveräner Spitzenreiter in der Oberliga Niederrhein: Trainer Stefan Janßen (Mitte) und der VfB Homberg.
Souveräner Spitzenreiter in der Oberliga Niederrhein: Trainer Stefan Janßen (Mitte) und der VfB Homberg. - Foto: Volker Nagraszus

Die Oberliga Niederrhein ist die höchste vom Fußballverband Niederrhein (FVN) organisierte Spielklasse. Die 18 Teams dieser fünften Liga kämpfen gegen den Abstieg in zwei Landesligen und um den Aufstieg in die Regionalliga West - hier ein Lagebericht nach dem 10. Spieltag am vergangenen Wochenende.

Den Blick auf die Tabelle hätte er sich schon früher gönnen können, so schön wie es für ihn und seine Mannschaft bisher aussah. Doch Stefan Janßen ist ein Mann mit Prinzipien. Vor Wochen hatte der Trainer des VfB Homberg angekündigt, er werde sich das Ranking erst nach dem zehnten Spieltag anschauen. Bitte schön: Nach dem fulminanten 6:1-Sieg am Sonntag über den 1. FC Monheim thront der Ligaprimus mit grandiosen 28 Punkten und 27:7 Toren an der Spitze der Oberliga Niederrhein. "Gefällt mir", urteilt Janßen in knappem Facebook-Jargon.

Viel erzählen muss er derzeit ja auch nicht, seine Spieler lassen schließlich auf dem Platz Taten sprechen. Gegen Vorjahresaufsteiger Monheim stand es schon nach einer guten halben Stunde durch Patrick Dertwinkel per Elfmeter, Torjäger Danny Rankl und Metin Kücükarslan 3:0 für die Duisburger. Auch ein kleiner Hänger nach dem Wechsel und der Monheimer Anschlusstreffer durch Nikla Aleksic (61.) brachte den VfB nicht aus der Bahn. Jeroma Manca, erneut Rankl und schließlich Kapitän Dennis Wibbe machten das halbe Dutzend voll.

„Das war mindestens 75 bis 80 Minuten ein überragendes Spiel von meiner Mannschaft gegen so einen Gegner“, befand Janßen nach dem Abpfiff gegenüber reviersport.de. Dass es in der Saison einfach so weiter gehen wird, davon geht der zurückhaltende Homberger Coach aber nicht aus: „Was ist die Tabelle wert, wenn du nach 25 Spieltagen nur noch dreimal gewonnen hast?“ Der Aufstieg in die Regionalliga ist zumindest bei ihm daher noch lange kein Thema. „Wenn wir zwei Spieltage vor Schluss noch genauso stehen, können wir noch einmal drüber reden“, erklärt Janßen.

Robin Hömig von den Sportfreunden Baumberg führt momentan die Torjägerliste an.
Robin Hömig von den Sportfreunden Baumberg führt momentan die Torjägerliste an. - Foto: FUSSBALL.DE

Weiterhin sieben Punkte Rückstand auf den enteilten Tabellenführer haben die Sportfreunde Baumberg auf Platz zwei und der punktgleiche 1. FC Bocholt. Beide Teams lösten am Sonntag ihre Heimaufgaben, Bocholt mit einem klaren 3:0 (1:0)-Erfolg über Jahn Hiesfeld und die Baumberger mit einem knappen 2:1 (1:1)-Sieg gegen den bisher starken Oberliga-Neuling TSV Meerbusch. Der gefeierte Spieler auf dem Platz in Baumberg war Robin Hömig, der sich mit zwei verwandelten Strafstößen an die Spitze der Oberliga-Torjägerliste setzte. Meerbusch war an der Sandstraße allerdings durch Dennis Dowidat mit 1:0 (11.) in Führung gegangen und durfte sogar fast eine Stunde lang in Überzahl agieren. Baumbergs Alon Abelski holte sich die gelb-rote Karte ab und musste vorzeitig duschen gehen.

Am Mittwoch dürfte der Ex-Profi aber wieder dabei sein, wenn für die Sportfreunde ein echtes sportliches Highlight ansteht: Im Niederrheinpokal gibt der Drittligist KFC Uerdingen seine Visitenkarte an der Europaallee ab. „Wir wollen in erster Linie Werbung für den Fußball in Monheim machen“, kündigt Baumbergs Coach Redouan Yotla gegenüber reviersport.de an. „Wir wollen den KFC ärgern und versuchen, so lange es geht die Null zu halten.“

Schweren Zeiten gehen in der Oberliga Niederrhein der FSV Duisburg und Jahn Hiesfeld entgegen. Nach dem ersten Saisonsieg vor einer Woche (4:1 gegen Ratingen) unter dem neuen Trainer Erhan Albayrak kamen die Duisburger bereits am Samstag im Kellerduell beim SC West mit 1:4 unter die Räder. Rico Weiler (3./Elfmeter) und Sebastian Santana (45.) schossen die Düsseldorfer bereits zur Halbzeit mit 2:0 in Front, ehe Dennis Ordelheide (58.) und Fabian Stutz (73.) in schönem Abstand erhöhten. Can Serdar gelang kurz vor Schluss per Strafstoß nur noch der Ehrentreffer für die Gäste „Der SC West hat einfach gespielt und auf unsere Fehler gewartet. Wenn du solche Kreisliga-Fehler begehst, dann brauchst du dich nicht wundern, wenn du das Spiel verlierst“, ärgerte sich FSV-Coach Erhan Albayrak im Gespräch mit reviersport.de.

Für den TV Jahn aus Dinslaken-Hiesfeld war hingegen die Hürde Bocholt zu hoch. Dominik Gubla machte mit dem frühen 1:0 (3.) deutlich, wohin die Reise in dieser Partie gehen würde. André Bugla (56.) und Tim Winking (64.) schossen letztlich den 3:0-Heimsieg für den Tabellendritten aus Bocholt heraus.

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Text: FVN

Schossen beim ersten Saisonsieg gegen Ratingen (4:1) drei der vier FSV-Tore: Malik Cakmakci (rechts, 2) und Ibrahim Bayraktar (1).
Schossen beim ersten Saisonsieg gegen Ratingen (4:1) drei der vier FSV-Tore: Malik Cakmakci (rechts, 2) und Ibrahim Bayraktar (1). - Foto: FUSSBALL.DE (3), Collage: FVN

Die Oberliga Niederrhein ist die höchste vom Fußballverband Niederrhein (FVN) organisierte Spielklasse. Die 18 Teams dieser fünften Liga kämpfen gegen den Abstieg in zwei Landesligen und um den Aufstieg in die Regionalliga West - hier ein Lagebericht nach dem 9. Spieltag am vergangenen Wochenende.

In der Bundesliga ist vorerst Schluss mit der Langeweile, der Siegeszug des Serienmeisters Bayern München gestoppt. Vier Etagen tiefer in der Oberliga Niederrhein aber nimmt derzeit eine Mannschaft die Rolle des Souveräns ein, wie er eigentlich bisher nur von den Profis ganz oben bekannt ist: der VfB Homberg. Nach dem 3:1-Sieg im Spitzenspiel am Sonntag beim vorherigen Tabellenzweiten TSV Meerbusch haben sich die Duisburger am neunten Spieltag vorerst von der Konkurrenz abgesetzt. Schon stolze sieben Punkte beträgt der Vorsprung des VfB aktuell auf den neuen ersten Verfolger, die Sportfreunde Baumberg.

Justin Walker (32.) und Danny Rankl (42.) brachten die Gäste vor 500 Zuschauern in Meerbusch zunächst in Führung, ehe dem Aufsteiger in der 73. Minute durch Benjamin Dohmen der Anschlusstreffer gelang. Kurz vor dem Abpfiff aber machte Thorsten Kogel mit dem 3:1 (87.) für den VfB alles klar. „Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Unsere Tore fielen zu denkbar guten Zeitpunkten. Die Torausbeute war sehr gut“, freute sich Stefan Janßen nachher und fügt hinzu „Dass das Spiel am Ende nicht 2:2, sondern 3:1 ausgeht, zeigt einfach, dass wir einen Riesenlauf haben.“ Acht Siege und ein Remis zieren die fantastische Zwischenbilanz der Homberger, die bisher lediglich im Topspiel am Vorsonntag gegen die SSVg Velbert die Optimalausbeute von drei Punkten verpassten.

Meerbusch allerdings zeigte trotz der Niederlage, warum mit dem Oberliga-Neuling weiterhin oben zu rechnen ist. „Wir waren die bessere Mannschaft und haben uns einige hundertprozentige Torchancen herausgespielt, die wir allerdings nicht gut genutzt haben“, befand TSV-Trainer Antonio Molina und lobte in der Pressekonferenz nach der Partie seinen Kollegen Stefan Janßen: „Ihr habt euch kontinuierlich herangetastet und seid ganz klar ein Vorbild für unsere Entwicklung.“

Schon etwas abgeschlagen hinter dem Ligaprimus hat sich das Feld neu sortiert. Während Aufstiegsfavorit Velbert (1:3 gegen Baumberg) und auch der 1. FC Bocholt (1:3 bei TuRU Düsseldorf) strauchelten, machten die Sportfreunde Baumberg und die SpVg Schonnebeck Boden gut. Den 4:0-Sieg über den Aufsteiger SC Velbert, der bereits nach einer guten halben Stunde eingetütet war, mussten die „Schwalben“ vom Schetters Busch allerdings teuer bezahlen. Routinier Georgios Ketsatis zog sich eine Fußverletzung zu und musste ins Krankenhaus, die genaue Diagnose steht noch aus. Bei den Schonnebeckern feierte dafür ein Neuzugang mit prominentem Namen sein Debüt: Emre Can. Der Namensvetter des deutschen Nationalspielers in Diensten von Juventus Turin, erst Anfang September von Fortuna Düsseldorf II nach Essen gewechselt, kam in der zweiten Halbzeit zum Einsatz.

Uneingeschränkt gut war die Laune hingegen in Baumberg. Das 3:1 (0:0) in Velbert war bereits der fünfte Sieg hintereinander. „Es ist schon eine Hausnummer, hier zu gewinnen. Das machst du nicht im Vorbeigehen“, gab Sportfreunde-Coach Redouan Yotla zu. Der 34-Jährige, zugleich Sportlicher Leiter bei den Monheimern wurde erst in der vergangenen Woche vom Interims- zum dauerhaften Cheftrainer ernannt.

Großes Aufatmen herrscht derweil beim FSV Duisburg. Nach acht Pleiten in Folge und dem Tausch auf dem Trainerstuhl von Muhammet Isiktas zu Erhan Albayrak holte das Schlusslicht am Sonntag die ersten drei Punkte. Und wie! Beim 4:1 (1:1) gegen Germania Ratingen sendete der Aufsteiger vor allem in der zweiten Halbzeit ein deutliches Lebenszeichen. „Für uns war das Ratingen-Match quasi der erste Spieltag. Jetzt geht es richtig los“, kündigte Ex-Profi Albayrak im Gespräch mit „RevierSport“ an.

Nächste Woche wollen Duisburger im Kellerduell beim Vorletzten SC Düsseldorf-West den nächsten Schritt vom Tabellenende weg machen. Das ist dem VfB Speldorf schon gelungen. Nach fünf Pleiten hintereinander fuhren die Mülheimer mit einem 2:0 (1:0) beim VfB Hilden wichtige drei Zähler ein. „Der Sieg war natürlich wichtig. In der aktuellen Situation zählt für uns jedes Erfolgserlebnis“, erklärte Speldorfs Trainer Christian Mikolajczak.

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Text: FVN

Robert Fleßers erzielte das goldene Tor bei Meerbuschs Auswärtssieg in Nettetal.
Robert Fleßers erzielte das goldene Tor bei Meerbuschs Auswärtssieg in Nettetal. - Foto: FUSSBALL.DE

Die Oberliga Niederrhein ist die höchste vom Fußballverband Niederrhein (FVN) organisierte Spielklasse. Die 18 Teams dieser fünften Liga kämpfen gegen den Abstieg in zwei Landesligen und um den Aufstieg in die Regionalliga West - hier ein Lagebericht nach dem 8. Spieltag am vergangenen Wochenende.

Die Siegesserie ist gerissen, doch der Trainer ist trotzdem stolz auf seine Mannschaft. Nach vom Start weg sieben Dreiern in Folge hat sich der VfB Homberg im Spitzenspiel der Oberliga Niederrhein ein 1:1 (0:1) daheim gegen die SSVg Velbert erkämpft. „Velbert ist ein absolutes Spitzenteam. Wir können nicht für uns in Anspruch nehmen, dass wir sie mal eben rasieren“, erklärte Hombergs Coach Stefan Janßen nach dem Abpfiff gegenüber der „Neuen Rhein Zeitung“ (NRZ). Felix Clever war der umjubelte Last-Minute-Torschütze bei den Duisburgern (hier das Tor und der Jubellauf im Video), nachdem Julian Kray den vermeintlichen Aufstiegsfavoriten bereits in der 8. Minute in Führung gebracht hatte. Bitter für die von Ex-Profi Alexander Voigt betreuten Velberter: Goalgetter Kray sah kurz vor Schluss nach einer Tätlichkeit gegen Metin Kücükarslan Rot. Für die SSVg war es bereits der dritte Platzverweis in Folge.

Kurios: Der VfB Homberg konnte durch das erste Unentschieden seine Pole Position sogar auf vier Punkte Vorsprung ausbauen, weil sich der bisherige Tabellenzweite 1. FC Bocholt daheim eine überraschende 0:4-Pleite gegen den VfB Hilden erlaubte. Zissis Alexandris brachte die Gäste, die mit der Empfehlung von zuvor lediglich fünf Punkten auf ihrem Konto am Hünting antraten, früh in Führung. Tim Tiefenthal, 03-Kapitän Stefan Schaumburg und Talha Demir schraubten das Ergebnis in den letzten 20 Minuten in kaum geglaubte Höhen. „Der Sieg ist verdient, weil wir die Bocholter gut ausgekontert haben“, befand Hildens Coach Marc Bach hinterher im Gespräch mit der „Rheinischen Post“ (RP) und fügte hinzu: „Vielleicht ist der Erfolg aber ein bis zwei Tore zu hoch ausgefallen. Der Gegner hat schon eine sehr gute spielerische Qualität. Wir haben aber die Räume gut schließen und an den richtigen Stellen für Entlastung sorgen können.“

Neuer erster Verfolger von Spitzenreiter Homberg ist nun ein absolutes Überraschungsteam: der TSV Meerbusch. Der TSV Meerbusch setzte sich im Duell der Oberliga-Neulinge bei Union Nettetal mit 1:0 (0:0) durch und feierte den sechsten Erfolg im achten Match. Ex-Profi Robert Fleßers, der einst u.a.bei Borussia Mönchengladbach, beim 1. FSV Mainz 05 und beim FC Ingolstadt unter Vertrag stand und 37 U-Länderspiele für den DFB absolviert hatte, besorgte erst in der 89. Minute per Kopf den Siegtreffer für die Truppe von Trainer Toni Molina. „Der Fußballgott war heute nicht auf unserer Seite“, stöhnte Nettetals Coach Andreas Schwan nach dem Schlusspfiff gegenüber der RP und bemerkte: „Ich habe Meerbusch nicht besser gesehen. Wir waren immer nah dran und hätten auch dreimal in Führung gehen können.“

Im Tabellenkeller konnte derweil Schwarz-Weiß Essen Boden gut machen. Der ETB landete mit einem 2:0 (1:0) gegen das weiterhin punktlose Schlusslicht FSV Duisburg den zweiten Dreier in Folge und verließ mit nunmehr sieben Zählern vorerst die Abstiegsränge.

Dort findet sich völlig ungewohnt der TV Jahn Hiesfeld wieder. Die Dinslakener, in den vergangenen Jahren meist eher Anwärter auf die vorderen Plätze, kehrten mit einer 1:3 (1:1) -Pleite von ihrer Auswärtsfahrt zu TuRU Düsseldorf zurück. „Ich habe den Kaffee so richtig auf. Wenn man kämpft, sieht das für mich anders aus als bei uns momentan“, nahm Jahns-Teammanager Thomas Drootboom gegenüber „RevierSport“ kein Blatt vor den Mund. „Nach dem 1:0 dachten wir, dass wir die Partie nun mal anders gestalten können. Stattdessen spielen wir seit Wochen wie eine Blaskapelle“, meckerte der 52-Jährige. Schließlich sah es für die Hiesfelder an der Feuerbachstraße zunächst gut aus, brachte doch Kevin Corvers die Jungs von Trainer Markus Kaya in der 20. Minute in Führung. TuRU aber drehte durch Treffer von Taoufiq Naciri (38., 74.) und Tim Galleski (54.) die Partie – obwohl die Oberbilker ab der 41. Minute in Unterzahl auskommen mussten. Jacob Ballah ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen und musste vorzeitig duschen gehen.

Hiesfeld steht am kommenden Sonntag (15 Uhr) unter Zugzwang, wenn der mit nur einem Platz und einem Punkt besser gestellte SC West aus Düsseldorf im Stadion am Freibad gastiert. Der Hit des 9. Spieltags aber findet am 30. September in Meerbusch statt: Auf der Theodor-Mostertz-Sportanlage an der Nierster Straße erwartet der neue Tabellenzweite TSV den VfB Homberg zum Gipfeltreffen der Oberliga Niederrhein.

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Text: FVN

Starkes Gruppenfoto vor Anpfiff: Der VfB Homberg, die SSVg Velbert sowie das Schiedsrichter-Trio um Robin Delfs.
Starkes Gruppenfoto vor Anpfiff: Der VfB Homberg, die SSVg Velbert sowie das Schiedsrichter-Trio um Robin Delfs. - Foto: Henrik Lerch

Oberliga-Topspiel im Dauerregen: Spitzenreiter VfB Homberg traf am Sonntagnachmittag im heimischen PCC-Stadion auf Verfolger SSVg Velbert. Die Partie endete nach sehr viel Regen, großem Kampf und zahlreichen Torchancen 1:1 (0:1).

Julian Kray hatte die Gäste früh in Führung gebracht (8.), das ständige Anrennen des VfB Homberg wurde schließlich sehr spät - in der zweiten Minute der Nachspielzeit - belohnt: Abwehrspieler Felix Clever traf einer Freistoßflanke per Kopf zum vielumjubelten Ausgleich - hier ein Video des Tores und des Jubellaufes.

Der VfB Homberg bleibt mit nun 22 Punkten weiter Tabellenführer in der Oberliga Niederrhein und hat vier Punkte (TSV Meerbusch, 1. FC Bocholt) bzw. fünf Punkte (SSVg Velbert, SC Velbert) Vorsprung auf seine ärgsten Verfolger.

Vor dem Anpfiff der Partie hatten die Spieler beider Teams sowie das Schiedsrichter-Trio um Robin Delfs für ein Gruppenfoto vor der #unitedbyfootball-Bande parat gestanden. Bundesweit hatte es in allen Landesverbänden sowie in den Profiligen einen Aktionsspieltag für die deutsche EURO 2024-Bewerbung gegeben. Am kommenden Donnerstagnachmittag, 27. September, wird von der UEFA bekanntgegeben, ob der DFB oder der türkische Fußballverband die Europameisterschaft im Jahr 2024 ausrichten dürfen.

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Text und Fotos: Henrik Lerch

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