Fußballverband Niederrhein e.V.
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„Fußballhelden sind wichtiges Standbein“

Junge Ehrenamtler fungieren als Multiplikatoren und Werber für mehr Engagement

04.06.2018
Peter Frymuth (r.) und Jürgen Kreyer (l.) im Austausch mit den "jungen Ehrenamtlern" [Foto: M.Fuhrmeister]
Peter Frymuth (r.) und Jürgen Kreyer (l.) im Austausch mit den "jungen Ehrenamtlern" [Foto: M.Fuhrmeister] -

Peter Frymuth war in seinem Element. Jeden einzelnen Fußballhelden begrüßte der FVN-Präsident per Handschlag, nahm sich Zeit für den Austausch, beantwortete Fragen und erinnerte sich an das letzte Treffen in Barcelona im Rahmen einer Bildungsreise, zu denen der FVN eingeladen hatte.

„Ihr seid es, ohne deren Engagement wir alle gar nicht hier wären“, bedankte sich der FVN-Präsident bei den jungen Ehrenamtlern, die im Mittelpunkt eines Workshops in der Sportschule Wedau standen. Neben den elf Fußballhelden aus den Kreisen des FVN, die sich diese Auszeichnung durch ihr jeweiliges Engagement im Verein verdient haben, waren weitere junge Menschen vertreten, die bereits im J-Team aktiv sind oder in ihren Vereinen wichtige Unterstützung leisten. Sei es als Betreuer und Trainer auf dem Platz, oder durch Vorstandsarbeit.

Moderiert und begleitet von Jürgen Kreyer (FVN-Vizepräsident), Dirk Gärtner (Referent und Vorsitzender Kreis Grevenbroich/Neuss) und Karsten Schröter (FVN) stand die Frage auf der Agenda, wie junges Ehrenamt gefördert und ausgebaut werden kann. Und dazu haben die Fußballhelden in Arbeitsgruppen einige Antworten und Vorschläge erarbeitet.

Auch der Wissensaustausch untereinander stand auf der Agenda [Foto: M.Fuhrmeister]
Auch der Wissensaustausch untereinander stand auf der Agenda [Foto: M.Fuhrmeister] -

So stand etwa für Patrick Kohlenberg vom FC Rumeln-Kaldenhausen das Thema im Vordergrund, wie eigene schulische und berufliche Ausbildung mit dem unbezahlten Engagement im Fußball vereinbarer gemacht werden könne, um dieses attraktiver zu machen.

Mehr Flexibilität erhoffen sich die Fußballhelden vom Verband in Sachen Trainerlizenzen. Für viele seien die bestehenden Lehrgangszeiten ebenfalls schwierig mit Schule, Beruf und Freizeit zu vereinbaren. Wünschenswert wäre hier etwa ein Angebot als Block in den Ferien.

Flexibler will auch der Verband werden. Kreyer: „Wir haben verstanden, dass es euch weniger um silberne oder goldene Ehrennadeln geht, sondern die Anerkennung im direkten Umfeld im Vordergrund steht.“ Anerkennung, wie sie auch durch die Ernennung zu Fußballhelden erzielt wird.

Und immer wieder ist zu hören, dass die jungen Ehrenamtler sich mehr Durchlässigkeit in Vereins- und auch Verbandsstrukturen wünschen, um schlicht von der „alten Garde“ ernster genommen zu werden. Eine Forderung, mit denen sie bei FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer auf offene Ohren stoßen: „Wir unterstützen Euch, um beispielsweise Einblicke in den Kreisvorstand zu erhalten. Aber auch als Mittler für Probleme in Vereinen und Gremien.“

gemeinsames Gruppenfoto [Foto: M.Fuhrmeister]
gemeinsames Gruppenfoto [Foto: M.Fuhrmeister] -

Dass sie vom Verband ernst genommen werden, zeigt nicht nur dieser Workshop, sondern auch die vielen anderen Projekte, mit denen FVN und DFB dieses junge Ehrenamt unterstützen. Schon im Herbst wird eine weitere Veranstaltung in der BayArena in Leverkusen stattfinden.

Frymuth weiß, dass „junge Ehrenamtler schon heute, aber vor allem in Zukunft ein ganz wichtiges Standbein für den Fußball“ darstellen.

Und so war es kein Pflichtbesuch, den er den Fußballhelden abstattete. Nach der Vorstellung der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen stand der Peter Frymuth den Fußballhelden lange Rede und Antwort, diskutierte mit ihnen über den Sinn oder Unsinn so mancher Aufstiegsregelungen im Jugendbereich oder den Hintergrund des Strafenkatalogs.

Vor allem aber animierte Frymuth die Ehrenamtler, ihren Weg weiterzugehen. „Ihr als Fußballhelden seid für uns wichtige Multiplikatoren. Ihr seid die Basis unseres Sports.“ Und genau diese Basis will der DFB nachhaltig stärken.

[Text & Fotos: M.Fuhrmeister |
Layout: F.B./FVN]

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