Fußballverband Niederrhein e.V.
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„!Nie wieder - 14. Erinnerungstag im deutschen Fußball“

an den Spiel- und Turniertagen um den 27. Januar 2018

25.01.2018
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Der „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ geht in seine 14. Kampagne. Gefördert und gestützt durch die Präsidenten des DFB, Reinhard Grindel und der DFL, Reinhard Rauball, sowie der Landesverbände und der Liga, setzt der „Erinnerungstag“ seit 14 Jahren zum Jahresanfang und mit dem Start der Rückrunde ein machtvolles Zeichen gegen den allgegenwärtigen Rassismus, dem wachsenden Antisemitismus und der ebenfalls zunehmenden Homophobie im Fußball und in der Zivilgesellschaft. Das Engagement der Fußballfamilie ist begründet in Paragraf 2 der DFB-SATZUNG.

„Der DFB tritt rassistschen, verfassungs- und fremdenfeindlichen Bestrebungen und anderen diskriminierenden oder menschenverachtenden Verhaltensweisen entschieden entgegen.“

Diese grundlegende Positionierung des Fußballs, sich einzumischen, wenn die Würde des Menschen missachtet wird, nimmt die Werte der Gründungsväter des deutschen und europäischen Fußballs auf. Es war der große Walther Bensemann der von der Jahrhundertwendebis zu seinem Tod im Schweizer Asyl 1934 dem „Englischen Spiel“ eine friedensfördernde Kraft zuschrieb. Wortmächtig schrieb er in seinem „Kicker“ gegen die Übel des Nationalismus, des Militarismus und gegen die Feinde der Demokratie an. Er und seine Mitstreiter, nicht selten Deutsche mit jüdischer Herkunft, so wie er selbst, setzten der Kraft der Destruktion die friedensfördernde Kraft des Fußballs entgegen.

Rot-Weiss Essen und Köln II mit Julius-Hirsch T-Shirts zum Erinnerungstag [Foto: DFB]
Rot-Weiss Essen und Köln II mit Julius-Hirsch T-Shirts zum Erinnerungstag [Foto: DFB] -

Wir kennen den Lauf der Geschichte. Der menschenverachtenden Wahnsinn des Nationalsozialismus kontrollierte und beherrschte zwölf Jahre das „Spielfeld“, mitschrecklichen Folgen für die Menschen in Deutschland und Europa. Die Fußballfamilie distanzierte sich nicht, sie spielte mit. Die Fußballfamilie nimmt heute die Bite und die Auforderung der Überlebenden von Dachau ernst, und setzt das „Nie wieder“ in vielfältigen Projekten und Aktionen um.

Wie zwingend notwendig diese Einmischungen sind, zeigen u. a. die schockierenden Geschehnisse rechtsradikaler deutscher Hooligans beim Spiel Tschechien gegen Deutschlandin Prag, der Missbrauch des Porträtfotos von Anna Frank durch deutsche und italienische neonazistische Fangruppen, sowie die zunehmenden Attacken, denen die Freunde von Makkabi ausgesetzt sind.

Damit das „nie wieder“ geschehe, laden wir Euch dazu ein, den „ 14. Erinnerungstag im deutschenFußball“ an den Spiel- und Turniertagen um den 27. Januar 2018 zu gestalten!

  • Tragt mit Euren Aktionen dazu bei, dass die Verbrechen an den jüdischen,kommunistschen und allen anderen Verfolgten in Nazideutschland nicht vergessen werden
  • Setzt bei den Spielen Eures Vereins um den 27. Januar 2018 ein unübersehbaresZeichen gegen den latenten und aktuellen Rassismus, den gefährlich wachsendenAntsemitsmus und der Flüchtlingsfeindlichkeit.

[Text: !NieWieder | Fotos: !NieWieder & DFB | Layout: F.B./FVN]

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