Fußballverband Niederrhein e.V.
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Es blieb bei der Rolle des Gastgebers

FVN-Auswahl gewinnt beim Futsal-Länderpokal nur das „Niederrhein-Derby“

08.01.2018
Mit vier Treffern bester Torschütze: Kapitän Daniel Jagenburg
Mit vier Treffern bester Torschütze: Kapitän Daniel Jagenburg -

Gerne hätte Peter Frymuth mal den eigenen Jungs gratuliert, doch der Präsident des gastgebenden Fußballverbands Niederrhein (FVN), der in seiner Eigenschaft als DFB-Vizepräsident die Siegerehrung vornahm, war der einzige Niederrheiner, der die Siegerschale und -medaillen aus der Nähe zu sehen bekam. Beim zum fünften Mal ausgetragenen Länderpokal-Turnier für Futsal-Landesauswahlmannschaften, das traditionell in der Sportschule Wedau über die Bühne geht und bei dem die Auswahlteams aller 21 Landesverbände im Deutschen Fußball-Bund (DFB) ihre sportliche Visitenkarte abgeben (der U19-Nachwuchs von Rot-Weiß Essen komplettierte diesmal das Teilnehmerfeld), gewann das Team aus Sachsen vor Württemberg und der Mannschaft vom Mittelrhein.

In der Tat blieb dem Team vom Niederrhein lediglich die Rolle des (guten) Gastgebers, der seinen Gästen den Vortritt lässt: Die von Trainer Daniel Weimar, Co-Trainer Matthias Bongartz und Physio William Pieterse betreute FVN-Auswahl beendete das Sichtungsturnier dank eines Sieges (bei vier Niederlagen) mit einer Platzierung im unteren Mittelfeld des Abschlussklassements. Die Mannschaft um Kapitän Daniel Jagenburg von Fortuna Düsseldorf hatte ihre beste Phase im Mittelteil des dreitägigen Wettbewerbs, als sie zunächst eine knappe 2:3-Niederlage gegen die Hessen-Auswahl verbuchte und den Ausgleich in der Schlussphase mehrfach nur knapp verpasste. Das verdiente Erfolgserlebnis holten sich die FVN-Futsalspezialisten dann in ihrem vierten Match gegen die RWE-U19. Das „Niederrhein-Derby“ auf dem Futsal-Parkett gewann die Verbandsauswahl durch Tore von Daniel Jagenburg (2), Kai Schalk und Fedor Brack deutlich mit 4:0.

Trainer Daniel Weimar erklärt noch einmal sein Konzept
Trainer Daniel Weimar erklärt noch einmal sein Konzept -

Zwei hohe Niederlagen (1:7 zum Auftakt gegen Thüringen und 0:7 gegen Südbaden zum Abschluss) und ein ausgeglichenes Match gegen die Rheinland-Auswahl, das mit 2:4 verloren ging, rundeten die FVN-Ausbeute ab. Entsprechend verhalten lautete das Fazit Daniel Weimars: „Positiv sehe ich den guten Zusammenhalt in der Truppe, die sich auch von Rückschlägen nicht entmutigen lässt. Neben dem Teamgeist gefällt mir das Interesse jedes einzelnen Spielers am Futsal. Die Jungs sind lernwillig und wollen ihr Know-how, das sie in der Verbandsauswahl erlangen, in ihren Vereinen weiter geben.“ Gleichwohl legt der FVN-Trainer den Finger auch in die Futsal-Wunde: „Wir müssen leider erkennen, dass der Futsal am Niederrhein in der Spitze technisch und taktisch stagniert. Denn es fehlt einfach der geeignete Nachwuchs, um ein höheres Niveau zu erreichen“, erklärt Weimar: „Die Grundqualität der jungen Spieler, die vom Fußball zum Futsal kommen und die Verbandsauswahl anstreben, ist zu niedrig, um unser Niveau mittel- oder langfristig erhöhen zu können.“

Die FVN-Futsal-Auswahl beim DFB-Länderpokalturnier 2018:

Christian de Groodt, Daniel Jagenburg, Fedor Brack, (alle Fortuna Düsseldorf), Kai Schalk (Bayer Uerdingen), Farzad Saaedi (Furious Futsal Mönchengladbach), Mergim Buleshkaj, Ibrahim Akkaya, Tobias Mevißen (beide PCF Mülheim), Alen Erkocevic, Dennis Arndt, Dreni Imeri, Mahdi Azizi (alle Wuppertaler SV Futsal)

Trainer: Daniel Weimar, Co-Trainer: Matthias Bongartz, Physio: William Pieterse

[Text: R.Zinsel | Fotos: R.Zinsel & V.Nagraszus | Layout: F.B./FVN]

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