Fußballverband Niederrhein e.V.
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Vereinsdialog bei DJK TuSA 06 Düsseldorf e.V.

„Der soziale Aspekt steht bei uns im Vordergrund“

05.07.2017
Die Teilnehmer des Vereinsdialoges bei der Besichtigung der Platzanlage der DJK TuSA 06 Düsseldorf
Die Teilnehmer des Vereinsdialoges bei der Besichtigung der Platzanlage der DJK TuSA 06 Düsseldorf - Foto: FVN

DJK TuSA 06 Düsseldorf lud Vertreter des Fußballverband Niederrhein und des Kreises Düsseldorf zu einem Vereinsdialog ein und überzeugte dabei vor allem mit seiner „sozialen“ Einstellung im Fußball sowie im Vereinsleben. Nach der Begrüßung führte Ute Groth, 1. Vorsitzende des Gesamtvereins, die Verbands-Delegation, angeführt von FVN-Vizepräsidenten Jürgen Kreyer und dem Kreisvorsitzenden Bernd Biermann, über die Platzanlage an der Fleherstraße und gab Einblicke in die Vereinshistorie, die aktuelle Situation des Vereins sowie die Infrastruktur. Hierbei war die ausgelastete Kapazität der Platzanlage bereits deutlich zu erkennen. Der Verein muss zwischenzeitlich mit bis zu vier Mannschaften gleichzeitig auf einem Platz trainieren. Ein Rasen- und ein Kunstrasenplatz sind die Heimat für 29. Mannschaften und die ca. 600 aktiven Fußballer.

Nachdem Rundgang zogen sich alle Teilnehmer des Vereinsdialoges in den Besprechungsraum der belebten Gaststätte zurück und führten dort einen interessanten und intensiven Austausch. „Wir sind sehr froh, dass wir die Vertreter des Kreises und des Verbandes heute Abend bei uns begrüßen dürfen. Wir sind immer an einem guten Dialog interessiert. Beide Seiten sollen von so einer Veranstaltung profitieren. Unser größtes Problem ist die Auslastung unserer Platzanlage – wir sind da am absoluten Limit und zudem sind die beiden Plätze auch in keinem besonders guten Zustand.“ leitet Aristidis Toumanidis (Abteilungsleiter Fußball) den Abend ein. Ute Groth ergänzte: „Wir freuen uns generell auf alle Dialoge – so hatten wir bereits einen intensiven Austausch mit dem DJK-Verband und auch die Fußballabteilung pflegt einen intensiven Austausch mit dem Kreis. Nur gemeinsam können wir Dinge bewegen.“.

Intensiver Austausch im Vereinsheim der DJK TuSA 06 Düsseldorf
Intensiver Austausch im Vereinsheim der DJK TuSA 06 Düsseldorf -

Der Verein DJK TuSA 06 gilt für viele Kinder und Jugendliche als der Anlaufpunkt im Düsseldorfer Stadtteil Flehe, wenn es um Sport geht. Das breite Angebot und die gute Vereinsarbeit machen sich bezahlt, erzeugen aber gleichzeitig ein Luxusproblem der besonderen Art für Amateurvereine - der Verein hat seit Jahren Kapazitätsprobleme und kann dem „Run“ auf den Verein nicht immer gerecht werden. „Wir pflegen einen guten Kontakt zu den Nachbarvereinen und verweisen interessierte Kinder und Jugendliche an sie. Diese Kooperationen sollen in Zukunft auch noch weiter ausgebaut werden. Problematisch ist, dass im unmittelbaren Einzugsgebiet immer mehr Wohnraum geschaffen wird, die nötige Infrastruktur wie etwa Sportanlagen oder auch andere Einrichtungen wachsen nicht mit – dies gilt es anzugehen.“, so Ute Groth.

Neben den infrastrukturellen Herausforderungen wurde auch besonders intensiv über Qualifizierungsmöglichkeiten und Schulungen für den Verein gesprochen. Als besonders wichtig wurde von Vereinsseite aus dabei das Thema der Gewaltprävention herausgestellt. Der Verein wünscht sich dabei einen präventiven Umgang von allen Vereinen, um größeren Gewaltproblemen auf und neben dem Platz vorzubeugen. Kreisgeschäftsführer Manfred Castor kommt diesem Wunsch gern nach und bestätigt die Vorsitzenden von der DJK TuSA 06: „Wir dürfen Gewalt nicht dulden. Wir wollen alle Spaß haben und Fußball spielen. Ich freue mich, wenn wir zu diesem Thema gemeinsam etwas auf die Beine stellen können.“.

Gruppenfoto der Teilnehmer des Vereinsdialoges
Gruppenfoto der Teilnehmer des Vereinsdialoges -

Neben stärkeren Kooperationen mit naheliegenden Sportvereinen, plant die DJK TuSA 06 zukünftig auch ein besonderes Sportangebot für die kleinen Kinder im Verein. Den jüngsten Vereinsmitgliedern soll es ermöglicht werden, in die verschiedenen Sportarten des Gesamtvereins hinein zu schnuppern und so die vielseitige Sportbegeisterung zu fördern. FUSSBALL.DE und die Amateurfußball-Kampagne, mit der Möglichkeit Flyer und Spielankündigungsplakate für alle Altersklassen und Mannschaften erstellen zu können, fand bei den Vereinsmitarbeitern großen Anklang. „Eine sehr schöne Möglichkeit, um in einem einheitlichen Design für alle Mannschaften Plakate erstellen zu können. Das ist eine super Sache, die wir in Zukunft auf jeden Fall nutzen werden.“, so Geschäftsführerin Anke Teraa, die den Dialog in einem persönlichen Gespräch mit FVN-Vizepräsident Jürgen Kreyer initiierte.

Dieser zeigte sich sehr zufrieden mit dem gemeinsamen Abend im Düsseldorfer Süden: „Ich darf mich für den offenen Dialog herzlich bedanken. Es ist vorbildlich, wie im Verein die sozialen Komponenten in den Vordergrund gestellt werden, wie sie Werte vermitteln und auch das Thema Gewaltprävention angehen. Wir nehmen aus solchen Veranstaltungen immer Eindrücke und Anregungen mit und das heute war einfach toll. Wir werden – in dem Rahmen, der uns möglich ist – auch sportpolitisch unterstützen, damit der Verein die infrastrukturellen Rahmenbedingungen bekommt, die er aufgrund seines Zulaufs und der guten Arbeit benötigt und verdient.“. Auch der Kreisvorsitzende Bernd Biermann sieht im Verein eine tolle Basis, „Uns ist es besonders wichtig, den Dienstleistungsgedanken rauszustellen. Der Verband und seine Kreise sind für die Vereine da – wir wollen sie in ihrer Arbeit unterstützen und die gemeinsame Zusammenarbeit intensivieren.“

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